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Warum Rhythmus wichtig ist

schlafendes baby
Babys folgen ihren natürlichen Bedürfnissen, besonders wenn es um den Schlaf geht. (diluart - Fotolia.com)

Babys machen es instinktiv richtig: Rund um die 16. Lebenswoche passen sich Neugeborene dem Schlaf-Wach-Rhythmus an - eine Eigenschaft, die sich Erwachsene bewahren sollten.

Denn ein regelmäßiger Wechsel von Tun und Ruhen hält die Zellen jung. Ob der persönliche Biorhythmus stimmt, ist einfach zu erkennen: Wer in der Nacht gut durchschläft, hat es geschafft, dass sein Tagesrhythmus passt. Fixe Schlaf- und Wachzeiten haben den Vorteil, dass der Körper die Hormonausschüttung von Serotonin und Melatonin besser regeln kann.

Melatonin: Für's Schlafen gemacht

Das Hormon Melatonin hat die Aufgabe, dass wir müde werden und sich der Körper von den Anstrengungen des Tages erholen kann. Sobald wir schlafen, werden u.a. Makrophagen aktiv. Die Fresszellen unterstützen das Immunsystem und stürzen sich mit Leidenschaft u.a. auf Schadstoffe, Viren sowie Bakterien. Je ungestörter sie das tun können, desto effizienter sind sie. Daher sollte die Schlafphase mindestens 8 Stunden lang dauern.

Aus dem Takt geraten?

Mit zunehmendem Alter, besonders ab 55 Jahren, werden die natürlichen Rhythmen schwächer. Das Einschlafen fällt schwerer, Schlafstörungen stellen sich ein, die Folgen sind tagsüber bleierne Müdigkeit. "Wer dennoch bewusst auf einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus achtet, am besten vor Mitternacht schlafen geht und immer zur selben Zeit aufsteht, kann viel dazu beitragen, dass sich die Köperzellen besser regenerieren können und länger jung bleiben", erklärte Univ.-Prof. Dr. Maximillian Moser,  Chronomediziner am Institut für Physiologie der Medizinischen Universität Graz, kürzlich auf dem "1. Active Aging Symposium" in Wien. "Das Herz hat einen ganz bestimmten Rhythmus, genau wie der Monatszyklus der Frau oder das rhythmische Zusammenspiel der Stoffwechselaktivitäten. Das beste Anti-Aging Mittel ist es sich in Bewegung zu halten, aber auch darauf zu achten, Pausen einzulegen und genug zu schlafen.“

Dass diese Taktik erfolgreich ist, zeigen auch Untersuchungen bei 100-Jährigen: Bei ihnen sind die Schlaf-Wach-Rhythmen teilweise besser ausgeprägt als bei durchschnittlich 70- oder 80-Jährigen.

Quellen

  • 1. Symposium Active Aging, am 18.04.2015 in Wien

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