Gesund essen im Restaurant: 5 Tipps

Gesund essen im Restaurant: 5 Tipps - Frau mit Speisekarte.
Achtung vor der Brotfalle: Brot verleitet oft noch vor der Hauptmahlzeit sich zu überessen. (Sergey Nivens - Fotolia.com)
Zu Hause gesund kochen und snacken, nur um dann im Restaurant alle Vorsätze zu brechen und sich etwas zu "gönnen" - wer kennt das nicht? Dabei ist ein Restaurantbesucht und gesundes, leckeres Essen kein Widerspruch.

Viele Restaurants stellen ihre Speisekarten online zu Verfügung. So kann schon vor dem Besuch geklärt werden, ob das Restaurant gesunde Optionen anbietet. Auch kann man so feststellen, ob es Ess-Alternativen für spezielle Ernährungsbedürfnisse gibt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass etwa Veganer, Vegetarier, Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Zöliakie versorgt werden können. Doch selbst, wenn das Restaurant nicht ideal ist, z.B. weil andere es ausgesucht haben, kann man mit folgenden 5 Tipps fast überall eine gesunde Mahlzeit erhalten, die den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Tipp 1: Menü-Sprache gibt Hinweise auf Inhaltsstoffe

Wer gezielt Menüs liest und versteht, trifft bessere Bestell-Entscheidungen. Folgende Begriffe deuten darauf hin, dass die Speise möglicherweise sehr fetthaltig ist:

  • gratiniert, frittiert, gebuttert, (mit Käse) überbacken, (in der Pfanne) gebraten
  • Bei Saucen: Hollandaise, Creme oder Käse

Bessere Varianten sind:

  • (im Rohr) gebacken, gegrillt, gedünstet, gedämpft, pochiert
  • im eigenen Saft, mit Kräutern und/oder Zitronensaft (aber bitte ohne Butter etc.)

Tipp 2: Brotkorb meiden

Die gesündeste bestellte Mahlzeit kann entwertet werden, wenn man sich den Bauch mit Brot vollschlägt, bevor sie kommt. Gerade Weißbrot ist ein Lieferant vieler ungesunder Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index. Diese können das Risiko für Typ-2 Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Zudem verleitet gerade (gratis) Brot dazu, sich zu überessen, während man hungrig auf die Hauptmahlzeit wartet.

Tipp 3: Beilagen anpassen

Selbst, wenn man eine gesunde Hauptspeise wählt, können eine oder mehrere der Beilagen ungesund sein. Weißmehl-Nudeln oder Pommes - im schlimmsten Fall mit einer fettigen Sauce - sind aber glücklicherweise einfach durch gesunde Alternativen ersetzbar. So kann man etwa einen Beilagen Salat oder gedünstetes Gemüse wählen. Bei Salaten sollte man am besten die Sauce extra bestellen - so kann man sie selbst dosieren. So wird die Beilage oft sogar noch gesünder als die Hauptspeise!

Tipp 4: Die Hälfte essen

Wenn man unbedingt eine Speise haben möchte, die sich nicht mit den eigenen Gesundheitszielen deckt, muss man nicht notwendigerweise darauf verzichten. Oft ist nicht die Speise selbst das Problem, sondern eher, sie in sehr großen Mengen zu essen. Alternativ kann man ein Gericht mit seinem Begleiter teilen, oder die Hälfte mit nach Hause nehmen. Ein guter Trick ist, sich gleich von Vornherein eine Hälfte zum Mitnehmen einpacken zu lasen. So kommt man gar nicht erst in Versuchung, sich zu überessen, und kann die Lieblingsspeise später noch einmal genießen. Wem die Hälfte nicht reicht, kann sich einfach einen großen Salat oder Gemüse zu der Speise bestellen.

Tipp 5: Service verlangen

Eine gesunde Mahlzeit im Restaurant beginnt im Idealfall schon in der Restaurantwahl, spätestens jedoch bei der Bestellung. Viele Menschen trauen sich nicht, Bestellungen abzuändern oder sich nach Inhaltsstoffen zu erkundigen. Dabei sollte man sich aber bewusst machen, dass Restaurants der Service-Industrie angehören. Sie leben davon, Kunden zufrieden zu stellen und weiterempfohlen zu werden. Im Namen der eigenen Gesundheit sollte man sich daher nicht scheuen, das zu bestellen, was man wirklich essen möchte.

Quellen

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