5 Tipps für das Reisen mit Babys

Damit bei Babys erster Urlaubsreise kein Stress und Frust aufkommt, ist eine gute Vorbereitung notwendig. (inarik / Fotolia)

Der erste Urlaub mit dem Nachwuchs ist ein besonderes Erlebnis: Damit dieses uneingeschränkt schön wird, gibt es aber bei der Vorbereitung einiges zu beachten.

Badeurlaub an fernen Stränden, Camping am See oder doch lieber eine Bergwanderung? Was den Eltern gefällt, gefällt sicher auch dem Baby - vorausgesetzt es hat neben der Fürsorge der Eltern alles, was es für sein Wohlbefinden braucht. Besprechen Sie mit den Betreibern Ihrer Urlaubsunterkunft, was Sie vor Ort an Zubehör (z.B. Hochstuhl, Babybadewanne...) erwarten können. Und informieren Sie sich rechtzeitig über notwendige Impfungen und hygienische Bedingungen im Urlaubsland. Sind die Hygienestandards nicht so hoch wie zuhause, ist es wichtig, Leitungswasser immer abzukochen oder auf Wasser in Flaschen zurückzugreifen. Außerdem sollte in diesem Fall Obst und Gemüse nur geschält verzehrt werden, Eiswürfel und Speiseeis sollten nicht konsumiert werden, um Infektionen und Durchfall zu vermeiden. gesund.at hat 5 Tipps für den (ersten) Urlaub mit dem Baby.

Übersicht

Tipp 1: Gut packen und großzügig planen

Wer mit seinem Baby auf Urlaub fährt, braucht eine ganze Menge Gepäck. Neben Kleidung, Windeln und den Lieblingsspielsachen müssen frischgebackene Eltern vor allem an die passende Verpflegung für Ihr Kind denken. Das gilt vor allem dann, wenn Sie nicht oder nicht ausschließlich stillen:

  • Milchpulver und/oder Breie
  • Abgekochtes warmes und kaltes Wasser, stilles Mineralwasser, ungesüßte Babytees
  • Babygläschen
  • Knabbereien wie Babykekse, Maisstangerl, Hirsebällchen, Reiswaffeln
  • Vergessen Sie auch nicht auf das nötige Zubehör, das Sie zuhause verwenden - vom Fläschchen über Löffel, Sauger und Fläschchenwärmer bis hin zu Flaschenbürste und Sterilisator.

Bei der Planung dürfen Sie ruhig großzügig sein: Vor allem, falls es zu Verspätungen kommt oder Sie für längere Zeit im Stau stehen, ist es gut, zusätzliche Getränke und Babynahrung griffbereit zu haben.

Tipp 2: Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Während der Reise brauchen Babys ausreichend zu trinken - vor allem dann, wenn es heiß ist oder die Luft sehr trocken ist. Nehmen Sie daher ausreichend stilles Mineralwasser und Babytees mit oder bieten Sie Ihrem Säugling öfter einmal die Brust an. Wenn Ihr Kind Durchfall bekommt, ist ausreichendes Trinken besonders wichtig: Wasser oder verdünnter Obstsaft mit Salz hilft dabei, den kleinen Körper wieder mit lebensnotwendigen Elektrolyten zu versorgen.

Tipp 3: Besonderheiten der Verkehrsmittel beachten

Jedes Verkehrsmittel hat seine Besonderheiten, die bei der Reise beachtet werden müssen.

Auto

Das Baby sollte am besten noch vor der Abfahrt gefüttert werden. Da die Luft im Auto durch die Klimaanlage sehr trocken werden kann, braucht Ihr Kind öfter etwas zu trinken. Denken Sie beim Einpacken des Reiseproviants daran, dass Sie auch für längere Zeit im Stau stehen könnten. Legen Sie öfter mal eine Pause ein - z.B. alle 2 Stunden eine halbe Stunde Rast - und fahren Sie nicht in der Mittagshitze mit dem Auto, wenn Sie keine (funktionierende) Klimaanlage haben.

Zug

Auch vor Beginn der Zugfahrt sollten Sie Ihr Kind noch füttern. Da es im Zug (je nach Mitreisenden) auch etwas lauter zugehen kann, hat Ihr Kind später vielleicht nicht mehr die nötige Ruhe zum Trinken an der Brust. Kalkulieren Sie bei der Menge des Proviants ein, dass es auch zu Zugverspätungen kommen könnte.

Flugzeug

Im Flugzeug ist die Luftfeuchtigkeit dank der Klimaanlage gering - Ihr Baby braucht besonders viel Flüssigkeit. Wenn es nicht trinken möchte, befeuchten Sie seine Schleimhäute hin und wieder mit etwas Muttermilch oder 0,9-prozentiger Kochsalzlösung. Babys können noch keinen aktiven Druckausgleich machen, aber Sie können nachhelfen, indem Sie ihm etwas zu trinken oder den Schnuller geben. Besonders beim Abheben und Landen können die Schluckbewegungen dabei helfen, zugefallene Ohren und Ohrenschmerzen zu vermeiden.

Beim Einchecken gelten für Eltern spezielle Regeln: Sie dürfen Babynahrung und -getränke auch außerhalb des 1-Liter-Plastikbeutels transportieren, wenn Sie diese separat bei der Sicherheitskontrolle vorzeigen und ihre Notwendigkeit begründen. Feste Nahrung wie Babykekse können unbegrenzt mitgeführt werden. Die Mitnahme von Kinderwagen oder Kindersitz sollte rechtzeitig vor der Abreise mit der Fluggesellschaft koordiniert werden.

Tipp 4: Richtige Lagerung der Babynahrung

Wenn Sie nicht für mehrere Wochen am Stück unterwegs sind, bietet es sich an, die gewohnte Babynahrung von zuhause mitzubringen, damit sich Ihr Kind nicht umgewöhnen muss. Das sollten Sie bei Transport und Aufbewahrung der Lebensmittel beachten:

  • Verpacken Sie die Säuglingsnahrung druck- und stoßsicher.
  • Transportieren Sie die Lebensmittel wenn nötig in einer Kühltasche.
  • Halten Sie (eventuell vorportionierte) Milchpulver und Breie griffbereit und führen Sie nach Möglichkeit abgekochtes Wasser in einer Thermoskanne zum Anrühren, sowie kaltes abgekochtes Wasser oder stilles Mineralwasser zum Temperieren der Fläschchen und Breie mit.
  • Aufgewärmte Gläschen können mit Alufolie oder im Thermo-Bag für etwa eine Stunde warmgehalten werden.
  • Direkte Sonneneinstrahlung auf die Babynahrung und die Zutaten dafür sollte unbedingt vermieden werden.
  • Buchen Sie eine Unterkunft mit Kühlschrank im Zimmer und achten Sie darauf, dass die Babynahrung zumindest bei Temperaturen unter 30 Grad gelagert wird.

Tipp 5: Reiseapotheke für Kinder

Wer mit einem Säugling oder Kleinkind reist, sollte auch für Notfälle gut ausgestattet sein. In die Reiseapotheke für Kinder gehören:

Für Ihr Kind besonders wichtige Medikamente sollten ins Handgepäck, eventuell mit einer Bestätigung vom Arzt. Führen Sie eine ausreichende Menge mit, falls ein Gepäcksstück verloren geht. Die Medikamente müssen kindersicher und weder zu kalt noch zu heiß gelagert werden. Besprechen Sie mit dem Kinderarzt rechtzeitig Impfempfehlungen und besondere Hygienemaßnahmen im Urlaubsland.

Quellen

Mehr zum Thema