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Macht Rauchen verrückt?

Macht Rauchen psychisch krank?: Mann mit Zigarette sieht verrückt aus.
Dass Rauchen Lungenkrebs fördert ist unumstritten, angeblich soll es aber auch psychische Krankheiten begünstigen. (Ezume Images - Fotolia.com)

Zu den zahlreichen Gründen, mit dem Rauchen aufzuhören, kommt womöglich noch ein weiterer hinzu. Denn der Tabakkonsum könnte die Entwicklung psychischer Krankheiten fördern.

Dass Rauchen ungesund ist, muss eigentlich niemandem mehr erklärt werden. Daher sammelten Twitter-User vor einigen Wochen Gründe, warum man versuchen sollte, die Sucht loszuwerden. Rauchen würde die Gesundheit gefährden, für Unruhe sorgen und darüber hinaus noch unnötig viel Geld kosten. Zu diesen Argumenten gesellt sich nun womöglich ein neuer Punkt, da durch den Tabakkonsum sogar psychische Krankheiten gefördert werden könnten.

Zusammenhang unklar

Statistiken belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen psychischen Krankheiten und dem Rauchen gibt. Bislang war allerdings unklar, ob die Sucht die Erkrankung fördert oder umgekehrt. Ein britisches Forscherteam hat in einer Studie nun versucht, dieses Rätsel aufzuklären. Ihren Ergebnissen zufolge waren 57% der Menschen mit einer psychischen Störung zu Beginn der Krankheit bereits Raucher. Außerdem entwickeln sich die Erkrankungen bei den Tabakkonsumenten in einem früheren Alter als bei Nichtrauchern.

Weitere Studien sollen folgen

Diese Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Rauchen tatsächlich die Entwicklung von psychischen Krankheiten fördert. Allerdings weisen die Forscher auch daraufhin, dass die Studie noch keinen eindeutigen Zusammenhang belegt. Vielmehr müsse es nun weiterführende Untersuchungen geben, die dieses Thema weiter erforschen. Viele andere Gesundheitsrisiken des Rauchens - vor allem die Förderung von Lungenkrebs - sind aber bewiesen und sollten als Argument für den Rauchstopp ausreichen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Herbert Hauser
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Quellen

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