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Nur 1 Dollar mehr bringt Raucher zum Umdenken

Finanzielle Faktoren motivieren oft zum Rauchstopp. (Roland - Fotolia.com)

Seit Rauchen als erhebliches Gesundheitsrisiko ernstgenommen wird, gibt es viele politische Initiativen um den allgemeinen Tabakkonsum zu reduzieren. Reichen könnte schon eine minimale Preiserhöhung.

Dass regelmäßiger Tabakkonsum zu einem der größten und unnötigsten Gesundheitsrisiken der heutigen Zeit zählt, sollte mittlerweile jedem klar sein. Neben dem stets über dem Betroffenen schwebenden Damoklesschwert Lungenkrebs sind auch andere Erkrankungen wie beispielsweise COPD in Betracht zu ziehen. Prinzipiell wird die Lebensqualität eines Rauchers oft durch kleinere wie größere körperliche Handicaps - Raucherhusten, Atembeschwerden - beeinträchtigt.

Gar nicht erst anfangen

Wer all dem aus dem Weg gehen möchte, fängt am besten erst gar nicht damit an, Tabak zu konsumieren. Mit dem Rauchen aufzuhören ist für die meisten Menschen eine immense Herausforderung, die viel Disziplin, Mut und Entschlossenheit verlangt. Waren Zigaretten noch vor einigen Jahrzehnten ein Synonym für Stilsicherheit, so werden sie bereits seit geraumer Zeit auch von der Politik zum Gegner erklärt.

Tabaksteuer diskutiert

In vielen Ländern wird über strengere Tabaksteuern nachgedacht, um Zigarettenpreise gezielt in die Höhe zu treiben. Wie sinnvoll eine solche Maßnahme sein könnte, zeigt eine Studie auf, die in den USA durchgeführt wurde. Dabei analysierten Wissenschafter das Tabakkonsumverhalten von Amerikanern im Zeitraum zwischen 2002 und 2012. Ein genaues Augenmerk wurde dabei auf die Zigarettenpreise der untersuchten Ortschaften gelegt.

Höherer Preis, weniger Zigaretten

Dabei zeigte sich, dass eine Preiserhöhung von gerade einmal 1 Dollar pro Packung einen großen Unterschied machen kann. Betroffene hörten in diesem Fall um 20% eher mit dem Tabakkonsum auf. Zudem reduzierte der höhere Preis bei starken Rauchern die Zahl der täglich konsumierten Zigaretten um durchschnittlich 35%. Bei jenen, die weniger als eine halbe Packung pro Tag rauchten, war immerhin noch eine Reduktion von 19% festzustellen.

Selber Effekt bei der Jugend?

Die Studie analysierte ausschließlich Personen ab einem Alter von 44 Jahren. Daher sind prinzipiell keine gesicherten Rückschlüsse auf das Verhalten jüngerer Menschen möglich. Allerdings dürfte die finanzielle Komponente bei Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen eine ebenso prominente, wenn nicht sogar noch größere Rolle spielen.  

Beitrag der Politik

Keinen allzu starken Effekt auf die Zahl an Tabakkonsumenten dürften hingegen etwaige Rauchverbote in Restaurants oder anderen Lokalen spielen. Hierbei konnte die Studie keinen Zusammenhang feststellen. Dennoch wird deutlich, wie politische Maßnahmen wie steuerliche Erhöhungen zu einem erfreulichen Rückgang der Raucherzahlen beitragen können. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte sich auch vor professioneller Hilfe nicht scheuen. Die Österreichischen Krankenkassen bieten in Form von www.rauchfrei.at bzw. dem Rauchfrei-Telefon Unterstützung an.

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