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Rauchende Eltern haben kranke Kinder

Ein rauchender Vater sorgt oft für Langzeitschäden seines eigenen Kindes. (vchalup - Fotolia.com)

Auch nach der Geburt des Kindes sollte Rauchen für die Mutter - sowie den Vater - Tabu sein. Denn Kinder leiden unter dem Passivkonsum enorm, zudem Tabakreste auf Kleidung und Möbeln zurückbleiben.

Seit erste Studien über die möglichen Konsequenzen von Tabakkonsum berichtet haben, sind etwas mehr als 50 Jahre vergangen. Wie gefährlich Rauchen wirklich ist, scheint dennoch bis heute nicht im allgemeinen Bewusstsein der Gesellschaft angekommen zu sein. Das Argument, jeder sei für seine eigene Gesundheit selbst verantwortlich, klingt zunächst einigermaßen logisch. Vergessen wird dabei allerdings gerne, dass auch Passivrauchen mittlerweile als häufige Todesursache ausgemacht wird.

Rauchverbot auch nach der Geburt

Darauf, dass insbesondere Kinder gefährdet sind, machte die Wiener Ärztin Angela Zacharasiewicz im Rahmen einer Österreichischen Pneumologen-Tagung aufmerksam. Während der Schwangerschaft sollten werdende Mütter unbedingt auf jede einzelne Zigarette verzichten, da das ungeborene Kind ansonsten sozusagen in der Fruchtblase in einer giftigen Brühe schwimmt. Doch eigentlich sollte das Rauchen mit dem Elternwerden endgültig aufgegeben werden, denn auch nach der Geburt leidet der Nachwuchs enorm unter dem Passivkonsum.

Was am Sofa hängen bleibt

Viele Eltern bedenken den sogenannten "Third Hand Smoke" nicht. Als solcher werden Tabakrückstände bezeichnet, die sich auf Kleidern und Möbel festsetzen. Über die Haut nehmen Kinder das Nikotin auf, oft sind noch Jahre später gesundheitliche Probleme darauf zurückzuführen. Noch gefährlicher ist das Rauchen im Auto, wo selbst bei geöffnetem Fenster der Schadstoff-Spiegel in der Luft extrem hoch ist. In Deutschland wird daher sogar ein Rauchverbot beim Auto-Transport von Kindern gefordert.

Kranke Lunge häufiger

Erst vor kurzem hat eine Studie aufgezeigt, dass es bei Kindern durch Passivrauchen zu sogenannten epigenetischen Veränderungen kommt und das Risiko auf Lungenerkrankungen dadurch erhöht wird. Unter Epigenetik wird die Steuerung von Genaktivitäten verstanden, dank derer der Körper schneller auf Umweltreaktionen reagieren kann. Das kann sich positiv oder - wie beim Passivrauch - eben auch negativ auswirken.

Früh genug aufhören

So sind Kinder von rauchenden Eltern auch wesentlich häufiger von Allergien sowie Asthma betroffen. Der einzige Schutz für den eigenen Nachwuchs kann daher nur ein konsequenter Rauch-Stopp sein, mittlerweile gibt es verschiedenste Ansätze dazu wie dieser klappen kann. Am besten legt man die Zigaretten schon vor Beginn der Familienplanung beiseite. Denn während der Schwangerschaft sorgt der gesteigerte Stoffwechsel dafür, dass Nikotin schneller abgebaut und die Lust aufs Rauchen noch größer wird.

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Quellen

  • Presseaussendung zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie 2016 (05.10.2016)

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