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Frühling wird´s: Die Pollen kommen

mann hat allergie
Heuer werden weniger Birken-Pollen gebildet, denn Birken blühen nur alle 2 Jahre besonders stark. (glisic_albina - Fotolia.com)

Hasel und Erle waren schon äußerst aktiv, die Blüte von Birke steht kurz bevor: Dieses Jahr wird sie laut Pollenwarndienst nicht so stark blühen. Allerdings wird eine Zunahme von Esche-Pollen erwartet.

Denn nach einer zwar kurzen aber starken Saison im Vorjahr folgt heuer eine weniger intensive Saison was die absoluten Pollenmengen betrifft. Erst wenn die Temperaturen konstant auf über 15°C steigen, beginnt der beliebte Alleebaum seinen Pollen an den Wind abzugeben.

Die Birke wird dieses Jahr voraussichtlich etwas früher oder wie zeitlich üblich zu blühen beginnen und die Pollenmenge wird heuer – aufgrund der geringeren Menge an Kätzchen – unter dem üblichen Schnitt liegen. Abhängig vom Wetter dieser und teils nächster Woche müssen sich Birkenpollen-Allergiker in der Woche vom 20. März an auf erste Belastungen einstellen.

Pollenmenge entscheidet

Wie sie tatsächlich reagieren, hängt auch hier nicht allein von der Menge an Pollen ab, sondern davon, wie die Saison beginnt und verläuft: Wird es kontinuierlich wärmer, kann der Körper besser mit der Belastung umgehen und empfindet die Saison als insgesamt nicht so stark. Gibt es starke Temperaturschwankungen, beginnt die Saison für Birkenallergiker sehr plötzlich.

Gräserpollensaison: Prognose ab April möglich

Die Gräserblüte startet im Durchschnitt Mitte Mai und dauert, mit zwei bis drei Höhepunkten, mindestens zwei Monate an. Eine genaue Prognose ist derzeit noch nicht möglich, denn Start und Intensität der Gräserblüte werden von den Niederschlägen und der Temperatur im April sowie vom Saisonverlauf bestimmt.

Kräuterblüte im Sommer

Der Beginn und das Ausmaß der Saison für Beifuß und Ragweed hängen nicht nur von der Temperatur, sondern auch von den Lichtstunden sowie der Niederschlagsmenge im Mai und Juni ab. Der Pollenflug der Wildkraut- und Gewürzpflanze Beifuß erreicht meist Mitte August ihre höchsten Werte und wird bis in den September hinein dauern. Diese Saison unterliegt kaum Schwankungen. Eine genaue Prognose ist erst im Frühsommer möglich.

Pollenfrei nur noch zwei Monate im Jahr

Die Pollensaion dauert fast schon das ganz Jahr über wie Mag. Dr. Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst betont: "Durch höhere Temperaturen blühen Bäume, Gräser und Kräuter in manchen Jahren früher, aber nicht unbedingt länger."

Vor allem im städtischen Bereich sorgt die Purpurerle inzwischen für einen beinahe ganzjährigen Pollenflug. Ihre zunehmende Verbreitung verkürzt die pollenfreie Zeit auf nur noch zwei Monate im Jahr. Durch ihre sibirischen Gene ist diese Erlenart winterresistent und blüht bis zu zwei Monate vor ihren heimischen Verwandten. Auch der kalte Jänner konnte ihr nichts anhaben und bereitete Allergikern bereits im Dezember Probleme. Durch ihre Zugehörigkeit zur Birkenfamilie und einer potenziellen Kreuzreaktion können auch bei Birken- und Haselpollenallergikern Beschwerden auftreten.

Spezifische Immuntherapie gegen Allergie und Asthma

Die spezifische Immuntherapie (SIT, Allergie-Impfung) hat als wichtige Therapie das Potenzial eine Allergie zu mildern und Asthma zu verhindern. Dabei wird das krankmachende Allergen über einen Zeitraum von etwa drei Jahren in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten zugeführt. Die Dosis wird langsam gesteigert, wodurch ein Gewöhnungseffekt entsteht. Das Immunsystem lernt, die Allergie-Auslöser wieder zu tolerieren. 

Weiterführende Informationen

Quellen

  • Pressekonferenz "Start in die Pollensaison 2017", 14. März, Wien