Plus-Size-Models machen Frauen glücklich

Normalgewichtige und Plus-Size-Models wirken sich positiv auf die Psyche von Frauen aus. (blackday - Fotolia.com)

Sich mit den Models auf den Laufstegen dieser Welt zu vergleichen, macht viele Frauen niedergeschlagen – außer die Mannequins haben selbst ein paar Kilos mehr auf den Rippen.

Wer unzufrieden mit dem eigenen Körper ist, sucht häufig den Vergleich mit unerreichbaren Idealen, die von den Modemagazinen und der Werbung gerne als "normales Aussehen" verkauft werden. Im schlimmsten Fall kann das Streben nach einem schlankeren Erscheinungsbild dazu führen, dass eine Essstörung entsteht. Länder wie Italien und Frankreich haben bereits Bestimmungen eingeführt, um die Mager-Models als Vorbilder endgültig aus den Köpfen der Zuseherinnen zu verbannen. Eine Studie zeigt nun, dass die Wahl von normalgewichtigen oder Plus-Size-Models sowohl für das Publikum als auch für die Werbeindustrie Vorteile bringt.

Model-Fotos in unterschiedlichen Gewichtsklassen

An der Studie der Florida State University nahmen 49 Studentinnen teil, die von sich selbst sagten, gerne dünner sein zu wollen. Sie bekamen jeweils 12 Bilder von Models mit unterschiedlichem Gewicht präsentiert. Nach jedem Foto wurden sie gefragt, wie zufrieden sie gerade mit ihrem eigenen Körper waren und wie sehr sie sich mit den abgebildeten Models verglichen.

Dickere Models machen zufriedener

Die Frauen fühlten sich viel zufriedener mit ihrer eigenen Figur und hatten nicht den Drang, ihren Körper mit jenem der abgebildeten Frauen zu vergleichen, wenn sie normalgewichtige oder Plus-Size-Models sahen. Wenn hingegen dünne Models auf dem Bildschirm angezeigt wurden, machten die Frauen mehr Vergleiche zwischen ihrem eigenen Körper und jenem des Models – gleichzeitig konzentrierten sie sich aber weniger auf Details. Denn im nächsten Teil der Studie sollten sich die Frauen daran erinnern, welche Mannequins sie zuvor schon gesehen hatten: Der Look von normalgewichtigen und Plus-Size-Models blieb den Studentinnen viel besser in Erinnerung.

Inspiration für die Werbeindustrie

Dünne Models sollten also nicht nur aus den Medien verbannt werden, um Essstörungen vorzubeugen. "Es könnte für Werbeproduzenten eine sinnvolle Strategie sein, Plus-Size-Models einzusetzen, wenn es das Ziel der Kampagne ist, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und ein positives Körpergefühl zu vermitteln", meint Studienautor Russell B. Clayton.

Weiterführende Informationen

Quellen

Mehr zum Thema