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Handys: Phantom-Vibrieren wird häufiger

Phantom Vibration Syndrome
Mit dem Smartphone in der Hosentasche bleibt man immer am Laufenden. (Remains - Fotolia.com)

Das sogenannte Phantom Vibration Syndrome ist symptomatisch für die heutige Zeit. Dabei sorgen kleine Muskelzuckungen dafür, dass wir uns eine Vibration unseres Handys einbilden.

Der Triumphzug von Handys und vor allem Smartphones hat unsere Art der Kommunikation entscheidend verändert. Für viele Menschen ist das kleine Gerät bereits zu einem ständigen Informationslieferanten geworden, der über alles Wichtige und weniger Wichtige am Laufenden hält. Mit dem Smartphone in der Hosentasche und einem eingeschalteten Vibrationsalarm brauchen wir uns keine Sorgen mehr zu machen, irgendetwas zu verpassen.

Kleine Muskelzuckungen

Diese eigentlich recht extreme Einstellung zu Informationserhalt und Erreichbarkeit hat aber auch ein interessantes medizinisches Phänomen gefördert. Einer Umfrage zufolge sind etwa 90% der Handy-Besitzer vom Phantom Vibration Syndrome betroffen. Dabei werden kleine Muskelzuckungen als Vibrieren des Mobiltelefons fehlinterpretiert. Das Phänomen tritt bei jungen Menschen besonders häufig auf, da diese eher von eingehenden Nachrichten ausgehen.

Bei Ärzten häufig

Wie eine Studie von 2010 zeigt, ist die Symptomatik bei Spitalsärzten stark vertreten. Für diese kann das Vibrieren des Pagers bedeuten, in Situationen gerufen zu werden, bei denen es um Leben und Tod geht. Daraus lässt sich ableiten, unter welchem selbst aufgelegten Stress die heutige Generation steht. Obwohl das Vibrieren des Handys in den meisten Fällen nicht viel zu bedeuten hat, sind wir ständig darauf fokussiert.

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