Pflege-Engagement durch Volkshilfe-Preis belohnt

Pflege-Engagement durch Volkshilfe-Preis belohnt: 2 Hände symbolisch für Pflege
Der "Österreichische Pflege- und Betreuungspreis" wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz unterstützt. (Sandor Kacso - Fotolia.com)
Der Österreichische Pflege-und Betreuungspreis der Volkshilfe zeichnet das Engagement pflegender Angehörigen aus. Er wurde heuer zum 8. Mal vergeben.

Der Preis ehrt Menschen, die in der Pflege Außergewöhnliches leisten. Heuer erhielt der Preis den Namen "Luise" nach der Gründerin der Volkshilfe, Luise Renner. Viele Menschen pflegen jahrelang ihre Angehörigen aufopferungsvoll zu Hause und erhalten dafür selten den ihnen gebührende Respekt oder finanzielle Entschädigung. Dabei stellt die dauerhafte Pflege Menschen oft vor große psychische und körperliche Herausforderungen. Der Luise-Preis will zeigen, dass die Gesellschaft pflegende Personen mehr unterstützen soll.

Ehrung in vier Kategorien

Der "Österreichische Pflege- und Betreuungspreis" wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz unterstützt. Die Verleihung des Luise-Preises erfolgte in vier Kategorien. Einige der berührenden Geschichten, die zu der Verleihung des Preises führten, werden hier vorgestellt. Sie sollen exemplarisch für zahlreiche Pfleger, die tagtäglich ihr Bestes geben, auch ohne öffentlich geehrt zu werden, stehen.

Kategorie 1: Die Pflege Angehöriger

Bei diesem Preis handelt es sich um Pflege im klassischen Sinne. Angehörige kümmern sich zu Hause um ihre erkrankten Familienmitglieder. Die Preisträgerin Margarita Haupt pflegte 22 Jahre lang ihren Mann, der bei einem Unfall die Beine verloren hatte und an Organversagen litt. Nach dem Tod ihres Mannes pflegt sie nun auch ihre Mutter, die mehrere Schlaganfälle gehabt hat, sowie ihren Sohn.

Kategorie 2: Ehrenamtliche HelferInnen

In dieser Kategorie handelt es sich um Helfer, die freiwillig fremde Menschen (mit) pflegen oder indirekt Pflegebedürftige unterstützen. So betreut etwa eine Gruppe ehrenamtlicher, minderjähriger Asylbewerber liebevoll eine 87-Jährige Frau mit Körperbehinderung.

Kategorie 3: Pflegende Kinder und Jugendliche

Besonders Kinder und Jugendliche sind oft stark belastet, wenn ein naher Familienangehöriger schwer erkrankt. Dabei leisten manche von ihnen selbst in der Pflege Erstaunliches. So pflegen etwa Tamara und Larissa Pfund ihren an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Vater alleine zu Hause. Tamara ist noch Schülerin und kümmert sich gemeinsam mit ihrer Schwester um Pflege und Haushalt.

Kategorie 4: Unternehmen

Arbeitgeber können viel dazu beitragen, Angestellten, die ihre Angehörigen pflegen, das Leben zu erleichtern. Durch flexible Arbeitszeiten und spezielle Firmenprogrammen lassen sich Beruf und Familie einfacher vereinbaren. Heuer wurde u.a. das Unternehmen Merkur für seine Bemühungen im Bereich Pflegekarenz ausgezeichnet.

Quellen

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