Mit diesen 6 Pflanzen geht es Erkältungen an den Kragen

Erkältungen sind im Herbst und Winter besonders häufig. Pflanzliche Mittel helfen dabei besonders gut. (Dirima - Fotolia.com)

Häufigste Ursachen einer Erkältung sind Virusinfektionen, doch gegen Viren haben Antibiotika keine Chance. Hier bieten Mittel aus der Natur eine wirksame und sichere Alternative.

Es gibt über 200 Arten von Viren, die eine Erkältung auslösen können. Die Vielzahl an Viren erklärt, warum wir mehrmals im Jahr an einer Erkältung erkranken können. Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt meist durch eine Tröpfcheninfektion, z.B. beim Sprechen oder Husten. Bei einer Erkältung kommt es zur akuten Infektion der Schleimhaut von Nase und Nasennebenhöhlen, Hals und/oder Bronchien. Erste Anzeichen sind v.a. Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, gefolgt von Schnupfen. Weitere mögliche Beschwerden sind Kopf- und Gliederschmerzen, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Husten. Fast alle Erkältungen werden durch Viren verursacht – und gegen diese Krankheitserreger sind Antibiotika machtlos, sie wirken nur gegen Bakterien. Zur Linderung der Beschwerden und zur Verkürzung der Erkrankungsdauer sind daher pflanzliche Arzneimittel besonders gut geeignet. Lesen Sie hier mit welchen 6 Pflanzen es den Erkältungen besonders an den Kragen geht!

Efeu enthält Saponine, Flavonoidglykoside, Phenolcarbonsäuren, Polyacetylene und ätherisches Öl. Efeublätter vermitteln schleimlösende Effekte und der Husten verbessert sich. Außerdem entspannt sich die bronchiale Muskulatur. (ondrej83 - Fotolia.com)

 Überblick:

Pflanze 1 gegen Erkältungen: Efeublätter

Efeublätter (Hedera helix) enthalten v.a. Saponine, Flavonoidglykoside, Phenolcarbonsäuren, Polyacetylene und ätherisches Öl. Diese Substanzen haben schleimlösende Effekte. Außerdem wird der Schleim dadurch dünner und die Intensität und Frequenz von Husten nehmen ab. Efeublätter besitzen auch eine entspannende Wirkung für die bronchiale Muskulatur. Studien haben bewiesen, dass die Pflanze bei Erwachsenen mit chronischer Bronchitis den Husten verbessert. Efeublätter sind geeignet zu Behandlung von Katarrhen der Luftwege, chronisch-entzündlicher Bronchialerkrankungen sowie bei Husten – insbesondere mit übermäßiger Absonderung eines zähflüssigen Schleims.

Pflanze 2 gegen Erkältungen: Thymian

Wesentliche Inhaltsstoffe von Thymiankraut (Thymi herba) sind ätherisches Öl, Flavonoide, Triterpene und Phenolcarbonsäuren. Sie wirken krampflösend, antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend. Er gilt als traditionell pflanzliches Arzneimittel. Thymian und Efeu ergänzen sich in ihren Effekten auch sehr gut gegenseitig. So führt bei akuter Bronchitis und Husten ein Thymian-Efeu-Hustensaft zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden.

Pflanze 3 gegen Erkältungen: Eucalyptus

Eucalyptus (Blätter/Öl) ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Husten bei Erkältungen und bei Erkältungskrankheiten der Luftwege. Er wirkt ebenfalls besonders gut in Kombination mit anderen ätherischen Ölen. Eukalyptusöl in Verbindung mit Ölen der Süßorange, Myrte und Zitrone ist bei Bronchitis und Rhinosinusitis hilfreich. So hat Eukalyptusöl eine positive Wirkung in der Bekämpfung von Schleimhautentzündungen.

Pflanze 4 gegen Erkältungen: Spitzwegerich

Die in den Blättern von Spitzwegerich (Plantago lanceolata) enthaltenen Polysaccharide bilden eine schützende Schicht auf der Schleimhaut und wirken schleimlösend. Darüber hinaus besitzt die Pflanze antimikrobielle, immunsystemstärkende und entzündungshemmende Wirkungen. Spitzwegerich-Sirup ist besonders hilfreich bei Husten.

Pflanze 5 gegen Erkältungen: Eibischwurzel

Die ebenfalls zu den Schleimdrogen zählende Eibischwurzel (Althaeae radix) eignet sich zur Behandlung von Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundenem trockenen Reizhusten. Hier empfiehlt sich 1-2 Teelöffel Eibischblätter mit kaltem Wasser anzusetzen und mehrmals täglich 1 Tasse davon zu trinken.

Pflanze 6 gegen Erkältungen: Kapland-Pelargonie

Das Wurzelextrakt der Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) wird in Südafrika seit Jahrhunderten traditionell u.a. bei Atemwegserkrankungen verwendet. Es enthält u.a. Cumarine, Phenolcarbonsäuren, Gerbstoffe und Flavonoide und wirkt antiviral, antibakteriell sowie sekretomotorisch. Das heisst die Pflanze wirkt schleimlösend. Studien konnten bestätigen das der Wurzelextrakt wirksam ist in der Behandlung von Erkältungskrankheiten. So werden die Krankheitsdauer und Arbeitsunfähigkeit verkürzt. Es reduziert schwere Symptome und hilft bei akuter Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen.

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Quellen

  • Pressekonferenz zum Antibiotikatag: Evidenzbasierte Phytotherapie, Wien, 17.11.2016

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