Pfingstwetter als Sonnenbrandgefahr

Sonnenschutz nicht vergessen und direkte Sonne meiden

Leipzig (AFP) - Die erste Hitzewelle des Jahres überrollt zu Pfingsten Deutschland: In weiten Teilen des Landes wird das Thermometer über 30 Grad Celsius klettern.

 Zudem warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor hoher UV-Strahlung. "Es herrscht Sonnenbrandwetter", sagt DWD-Sprecher Uwe Kirsche.

Wie hoch ist die UV-Gefahr?

Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Juni 2014,  besteht laut DWD-Warnung fast überall in Deutschland eine "hohe Gefährdung" durch UV-Strahlung. In großen Teilen Süddeutschlands, also vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, gibt es sogar eine "sehr hohe Gefährdung". Basis für die Warnung ist der UV-Index. Er gibt die Stärke der UV-Strahlung zum Sonnenhöchststand an und damit das Risiko für einen Sonnenbrand.

Wie gefährlich ist die UV-Strahlung?

UV-Strahlung kann Schäden am Auge wie Bindehautentzündungen und Sonnenbrand auf der Haut verursachen. Langfristig trägt sie zur vorzeitigen Alterung der Haut bei. UV-Strahlung ist aber auch das Hauptrisiko für Hautkrebs. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs - Tendenz steigend. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom. Neben den UV-Strahlen beeinflusst vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt.

Wer ist vor allem gefährdet?

Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, später Hautkrebs zu bekommen. Die Haut vergisst nie, warnen Fachärzte.

Was ist der beste Sonnenschutz?

Die Mittagsstunden sollte man besser im Haus oder zumindest im Schatten verbringen. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Experten empfehlen zudem eine Sonnenbrille mit seitlichem Schutz, also gewölbten Gläsern oder breiten Bügeln, die die Zeichen "UV 400", "100 Prozent UV-Schutz" oder "CE" tragen. Außerdem sollte - auch wenn noch kein Hochsommer ist - auf eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geachtet werden, die 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen wird. Es sollte schon mindestens Lichtschutzfaktor 15 sein, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich LSF 50+

Was ist bei Kindern zu beachten?

Gefährlich ist es, wenn Kinder sich längere Zeit in der prallen Sonne im Wasser aufhalten. Denn die direkte Sonnenbestrahlung auf den Kopf kann zu Bewusstseinsstörungen durch Hitzschlag führen. Zudem reflektiert das Wasser die Sonne, was einen Sonnenbrand an Kopf und Oberkörper verursachen kann. Nach 30 Minuten Planschen sollten sich Kinder daher für eine Stunde in den Schatten zurückziehen.

Wo kann ich mich über die UV-Gefahr informieren?

Zum einen auf der DWD-Internetseite - dort zuerst auf "Amtliche Warnungen" und dann auf "Gefahrenindizes Gesundheit" klicken. Auskunft gibt auch die UV-Prognose des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) www.bfs.de/uv-prognose. Je höher die Zahl des UV-Indexes, desto höher die Strahlung. Auf dem Wasser und am Strand ist die Strahlenbelastung allerdings oft noch höher.

Was hilft am besten gegen Sonnenbrand?

Am sichersten ist natürlich die Vorbeugung. Wer sich dennoch einen Sonnenbrand holt, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Essigwasser, Kamillentee sowie Quark- und Joghurt-Kompressen. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasen und Fieber sollte der Arzt aufgesucht werden.

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Quellen

  • APA med, "Sonnenbrandwetter" zu Pfingsten, 06.06.2014

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