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Pest-Toter in USA

Ratte
Ratten waren im Mittelalter die Träger der Pest. Sie sind häufig mit Flöhen infiziert, die das Pest-Bakterium auf den Menschen übertragen. (Erni - Fotolia.com)

Nun ist es offiziell: Vor wenigen Wochen ist ein 16-Jähriger in Colorado (USA) an der Beulenpest gestorben. Der Jugendliche dürfte sich durch einen Flohbiss infiziert haben.

Auch wenn die Seuche als ausgerottet gilt - es infizieren sich weltweit immer noch vereinzelt Menschen mit der Beulenpest. Etwa in Asien, Afrika und Südamerika. Auch in den USA sterben jährlich immerhin zirka 7 Menschen an der Seuche. In Europa ist die Pest dagegen ausgerottet. In den USA ist es der erste Pestfall seit 1999.

Aktive Pest-Erreger

Letztes Jahr hatte eine Forschergruppe unter Beteiligung deutscher Wissenschafter aus einem Dutzend verschiedener Erreger-Varianten einen Stammbaum des Pest-Bakteriums gezüchtet. Das Team glaubt, dass manche Stämme nicht ausgerottet worden sind, sondern sich in manchen Teilen der Erde sogar etabliert haben.

Hängt Seuche vom Klima ab?

Warum manche Pest-Erreger verschwunden sind, beantworten die Forscher nicht. Sie sehen einen Zusammenhang zwischen klimatisch bedingten sehr starken Regenfällen und dem Auftreten der Erkrankung. Während des Mittelalters raffte die Pest rund 1/3 der Bevölkerung Europas dahin. Heutzutage gibt es gut wirksame Antibiotika gegen Bakterien, so dass eine großflächige Ausbreitung unwahrscheinlicher ist als früher.

Quellen

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