So machen Sie richtig Pausen

Pause machen nicht vergessen!

Pausen auslassen, um Zeit zu gewinnen? Das ist ein Trugschluss! Unkonzentriert arbeitet man langsamer, die Fehlerquote steigt. Besser: Öfters abwechselnd kurze und lange Pausen einlegen, und gleich danach umso effizienter weiter arbeiten. (Jeanette Dietl - Fotolia.com)

Gerade in stressigen Zeiten fallen Pausen häufig zu kurz oder ganz aus. Dadurch kommt aber nicht nur die Psyche, sondern auch die Leistung, die wir erbringen zu kurz. 5 Tipps, die Ihnen zeigen wie Sie auch aus einer kleinen Pause den größten Erholungs-Effekt ziehen können.

Wie wir die Pausen in unserem Arbeitsalltag planen und gestalten, kann wesentlich zu Stressreduktion und Erholung beitragen. Wie lange Erholungszeiten andauern sollten, welche Rolle die Persönlichkeit in der Pausen-Gestaltung spielt und welche Orten ideal zum abschalten sind, um danach aufgetankt und frisch weiter zu arbeiten.

Pausen-Tipp 1: Pause machen nicht vergessen!

Gibt es in der Arbeit viel zu tun, tendiert man eher dazu Pausen auszulassen, um die Effektivität zu steigern. Das ist aber ein Fehlschluss: Nachgewiesenermaßen steigt die Fehlerquote, wenn wir einen ganzen Arbeitstag ohne Auszeit verbringen, und die tatsächliche Produktivität sinkt. Ohne Pausen leisten wir also nur scheinbar mehr. Es gibt keine einheitliche Pausenlänge, die für alle funktioniert. Generell gilt aber: Mehrere kleine und mindestens 1 - 2 längere Pausen pro Tag sollten es schon sein.

So oft brauchen Sie kurze und lange Pausen:

  • Kurze Pause: Spätestens alle 30 - 90 Minuten sollten Sie sich eine kurze Pause (mindestens 3 - 5 Minuten) nehmen, in der Sie aufstehen und sich bewegen.
  • Längere Pause: Alle 2 - 3 Stunden sollten sie eine länger Pause einlegen (mindestens 10 Minuten), in der Sie sich bewusst einer anderen Tätigkeit widmen.

Pausen-Tipp 2: Machen Sie sich bewusst: Wollen Sie alleine oder gemeinsam pausieren?

Nicht nur die Dauer, auch wie Sie Pause machen entscheidet, ob Sie sich in einer kurzen Pause gut erholen. Die Auszeit sollte so gestaltet werden, dass sie Ihrer Persönlichkeit entspricht. Sind Sie eher introvertiert, sollten Sie manche Pausen alleine in einer möglichst stillen Umgebung verbringen, z.B. bei einem Spaziergang oder durch Lesen. Tanken Sie dagegen so richtig auf, wenn Sie Zeit mit anderen verbringen, sollten Sie in Pausen aktiv das Gespräch mit Kollegen suchen.

Pausen-Tipp 3: Pausen im Voraus planen

Bei erhöhtem Stress-Level sind Pausen ganz besonders wichtig, um Erkrankungen, die durch Überlastung entstehen, wie z.B. Burnout, zu vermeiden. Wenn sehr viel zu tun ist, vergessen wir Pausen aber umso leichter. Um sich besser daran erinnern zu können, hilft es, z.B. am Computer einen Wecker zu stellen. Spezielle Programme helfen dabei, Sie an die Erholungs-Zeit zu erinnern.

Pausen-Tipp 4: Das perfekte Pausenplatzerl: Raum für gute Pausen schaffen

Nicht nur wie, sondern auch wo wir unsere Pausen verbringen, hat Einfluss auf den Erholungs-Effekt. Viele Firmen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass sich in Pausenräume investiertes Geld schnell rentiert - durch eine gesteigerte Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Wenn es an ihrem Arbeitsplatz keinen gesonderten Pausenraum gibt, sollten Sie kreativ werden und auf jeden Fall zumindest den eigenen Schreibtisch verlassen:

  • Kann ein Meeting-Raum als Pausen-Raum genützt werden?
  • Gibt es eine kleine Küche, in der Sie entspannen können?
  • Können Sie ins Freie gehen?

Pausen-Tipp 5: Körper aktiv auftanken     

Geistige Regeneration alleine reicht nicht, um nach der Pause gut weiterdenken zu können. Deshalb sollten Sie auch auf Ihren Körper und seine Bedürfnisse hören. Erlernte Entspannungstechniken, z.B. Autogenes Training, führt in Minutenschnelle zu einer ruhigeren Atmung und einem langsameren Puls - den körperlichen Zeichen eines gelassenen Zustandes. Rückenschmerzen können durch kurze Yoga-Übungen vermieden oder gebessert werden. Über den Tag verteilte, vitaminreiche Kost, wie Gemüse- und Obst-Snacks, stärken das Immunsystem, heben die Stimmung und können sogar die Konzentration fördern.

Quellen

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