Onlineportale für Medikamentenaufklärung

Gefahren von Wechselwirkungen erklärt

Köln (APA/AFP) - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert im Internet jetzt auch über Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten.

Einer der Schwerpunkte sind die Gefahren von Wechselwirkungen bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel, wie BZgA-Direktorin Elisabeth Pott am Dienstag, 17.06.2014 in Köln erklärte. Davon seien immer mehr und vor allem ältere Menschen betroffen, die unter mehreren chronischen Krankheiten leiden.
 

Viele Medikamente erhöhen Wechselwirkungsrisiko

Bei den über 65-Jährigen erhalten 35 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen neun Arzneimittelwirkstoffe und mehr in Dauertherapie. Je mehr Medikamente eingenommen werden, desto höher aber ist das Risiko von Wechsel- und Nebenwirkungen, die dann wiederum behandlungsbedürftig sind. 10,2 Prozent der Krankenhauseinweisungen bei den über 65-Jährigen gehen darauf zurück.
 

Neue Onlineplattformen zur Aufklärung

Die neuen Onlineportale maennergesundheitsportal.de und frauengesundheitsportal.de informieren aber auch über mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten mit Nahrungsmitteln. So kann beispielsweise Grapefruitsaft die Wirkung bestimmter Blutdrucksenker mindern. Weitere Themen auf den Internetseiten sind Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit etwa durch Beruhigungsmittel, Schlafmittel oder Appetitzügler. Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind medikamentenabhängig. Frauen im höheren Lebensalter sind besonders häufig betroffen.
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Quellen

  • APA med, Internetportale informieren über Risiken von Medikamenten, 17.06.2014