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Nikotinabbau bestimmt Rauch-Stopp-Erfolg

Du schaffst es - steht auf einem Kalender, mit abgebrochener Zigarette
Nikotin wird im Körper unterschiedlich rasch abgebaut, wer es schnell abbaut, sollte den Rauch-Stopp medikamentös unterstützen. (Kathrin39 - Fotolia.com)

Nicht jeder baut Nikotin im Körper gleich schnell ab. Die Geschwindigkeit, mit der Nikotin nach der Aufnahme ausgeschieden wird, ist aber entscheidend für den Rauch-Stopp. Wenn Willenskraft nicht ausreicht, entscheiden laut Studie die richtigen Medikamente über Erfolg oder Scheitern.

Nikotinpflaster oder Tabletten zum Schlucken werden eingesetzt, um Menschen zu unterstützen, die mit dem Rauchen aufhören möchten. Die Tabletten, deren Wirkstoff die Nikotin-Aufnahme-Rezeptoren im Körper blockiert, haben jedoch deutlich mehr Nebenwirkungen als Pflaster. Die Schluck-Therapie sollte nur eingesetzt werden, wenn sie wirklich benötigt wird. Laut Forschern der University of Pennsylvania brauchen vor allem jene Personen eine medikamentöse Behandlung, die Nikotin schnell verarbeiten. Ein Test schafft Klarheit.

Wie läuft der Nikotinabbau ab?

Bei etwa 60 % der Bevölkerung wird Nikotin im Körper relativ schnell verarbeitet. Die Leber ist hauptsächlich für diesen Prozess verantwortlich. Je nachdem, wie die Aktivität des Leberenzyms CYP2B ausgeprägt ist, erfolgt der Nikotinabbau schneller oder langsamer. Auch über die Nieren und die Lunge wird Nikotin ausgeschieden, doch die Leber leistet den Hauptteil der Arbeit. Deshalb ist ihre Tätigkeit für die Geschwindigkeit der Nikotinverarbeitung am aussagekräftigsten.

Nikotin-Verarbeitung: Auswirkungen auf das Rauchverhalten

So wirkt sich die schnelle Nikotin-Verarbeitung auf das Rauchverhalten aus:

  • Nach dem ersten Mal Rauchen zeigen sich schon Tendenzen leichter Abhängigkeit
  • Häufigeres Rauchen nötig, um das steigende Bedürfnis nach Nikotin zu befriedigen
  • Bei Rauch-Stopp kommt es zu intensiveren und länger anhaltenden Entzugserscheinungen

Da die Bevölkerungsgruppe, die das Nikotin schnell verarbeitet, besonders gefährdet für einen Rauch-Rückfall ist, befürworten die Forscher aus Pennsylvania bei ihnen eine begleitende medikamentöse Therapie - trotz möglicher Nebenwirkungen. Bei den 40 %, die Nikotin wesentlich langsamer verarbeiten, reichen oft sanftere Methoden der Rauchentwöhnung. Bei Bedarf können hier z.B. Nikotinpflaster zum Einsatz kommen.

Enzym-Test erleichtert Rauch-Stopp

Um den besten Weg zum Rauch-Stopp zu wählen, kann künftig ein Test zur Bestimmung des Leberenzyms zum Einsatz kommen. Er soll demnächst auf den Markt kommen und wird zirka 42 Euro kosten. Da es sich bei regelmäßigem Zigarettenkonsum um eine kostspielige Sucht handelt, lohnt sich der Test finanziell schnell, wenn ein Rauch-Stopp dadurch leichter gelingt. Zum Vergleicht: 10 Packungen Zigaretten um jeweils 4,20 Euro entsprechen bereits den 42 Euro Test-Kosten.

Quellen

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