Neues vom Kardiologie Kongress

  Im Congress Innsbruck ging kürzlich der 17. Kardiologie-Kongress unter der Leitung von Univ.- Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz erfolgreich zu Ende.  Erstmals seitdem die European Soc[...]

 

Im Congress Innsbruck ging kürzlich der 17. Kardiologie-Kongress unter der Leitung von Univ.- Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz erfolgreich zu Ende.  Erstmals seitdem die European Society of Cardiology Ende letzten Jahres neue Standards in der Vorsorge von Herz-Kreislauferkrankungen festsetzte, wurden diese in Innsbruck positiv diskutiert. Fazit: Das „gute, alte“ Belastungs-EKG dürfte in Zukunft als Erst-Vorsorgeinstrument ausgedient haben! Breite Zustimmung fand, dass es schlichtweg Energievergeudung sei, weil es in „Zeiten wie diesen“ die Ressource Arzt überdimensional beansprucht, ohne effiziente Ergebnisse zu liefern, die auf ein tatsächliches Herzinfarktrisiko schließen lassen.

Wesentlich aussagekräftiger ist heute das sogenannte „Risikoprofil“, das sich an fünf Risikofaktoren orientiert, die in 9 von 10 Fällen immer mit dem Vorliegen einer Arteriosklerose korreliert: 1. Hoher Blutdruck, 2. Hohes Cholesterin, 3. Diabetes, 4. Rauchen und 5. Genetische bzw. Familiäre Belastung. 75jährige weibliche Raucherinnen haben beispielsweise ein 2- bis 3-mal so hohes Risiko für eine Koronare Herzerkrankung als Männer. Die Beurteilung, wie hoch das Risiko einer Koronarsklerose im Einzelfall ist, kann mit Hilfe der Computertomographie und der Sonographie der Halsschlagadern zuverlässiger ermittelt werden.

„Die Ergometrie hat meines Erachtens nach als Vorsorgeinstrument ausgedient,“ sagte der MINI MED Experte Franz.