Netzwerke für Gesundheitsförderung

Bewegung und Gesundheit als Themen für Vernetzungsdialog

Wien (OTS) - Für ein längeres selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit zu sorgen, ist die Vision der Sozialversicherung.

Aktuell werden von den Sozialversicherungsträgern mehr als 300 konkrete Projekte und Maßnahmen zu den Themen Ernährung, Bewegung sowie psychische Gesundheit umgesetzt. Die Angebote setzen an Rahmenbedingungen an, gehen in die Lebenswelten der Betroffenen und erreichen dadurch die Menschen. Sie richten sich an Schwangere und Kleinkinder, Schulen und Betriebe sowie an ältere Menschen.
 

Auf dem richtgen Weg, dennoch Aufholbedarf

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich ist mit 83,6 (Frauen) bzw. 78,4 Jahren (Männer) im europäischen Vergleich sehr hoch. Was die Anzahl der gesunden Lebensjahre betrifft, zeigen neuere Studien zwar, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dennoch hat Österreich hier Aufholbedarf (Eurostat, 2012). Chronische Erkrankungen, wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Atemwegserkrankungen zählen zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Bewegungsmangel als Ursache spielt dabei eine wichtige Rolle (UN General Assembly, 2011).
 

Bewegung soll fixer Bestandteil im Alltag sein

Der weitere Ausbau der Gesundheitsförderung und Prävention ist ein zentrales Element für ein längeres selbstbestimmtes Leben bei guter Gesundheit. Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist überzeugt, dass mit der aktuellen Gesundheitsreform wichtige Schritte in diesem Bereich gesetzt wurden: "Erstmals bekennen sich Bund, Länder und Sozialversicherung im Rahmen der aktuellen Reformperiode zu einem gemeinsamen und abgestimmten Vorgehen in der Gesundheitsförderung. Mit der Gesundheitsförderungsstrategie haben wir gemeinsam einen Handlungsrahmen festgelegt, um abgestimmt, qualitätsgesichert, wirksam und effizient Maßnahmen der Gesundheitsförderung umzusetzen." Gesundheitsförderliche Bewegung muss in Österreich weiter ausgebaut und fixer Bestandteil im Alltag aller Bürgerinnen und Bürger werden. Für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft im Bereich der gesundheitsorientierten Bewegung will der Hauptverband die Bildung eines Netzwerkes für Gesundheit und Bewegung mit den Sport-Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION anstoßen.
 

Wissen und Erfahrungen austauschen

"Ziel ist es, den Dialog im Bereich der gesundheitsorientierten Bewegung zu strukturieren" so der für die Gesundheitsförderung zuständige stellvertretende Generaldirektor Mag. Alexander Hagenauer. "Mit dem heute, 02.06.2014, stattfindenden 1. Vernetzungsdialog Bewegung und Gesundheit wollen wir erstmals österreichweit Raum schaffen für die Vernetzung und den Austausch von Wissen und Erfahrungen unserer Expertinnen und Experten im Bereich der gesundheitsorientierten Bewegung. Dabei sollen neue Perspektiven für gemeinsame Handlungsspielräume entstehen."
 

Gesundheitsförderung in vielen Bereichen

Für den Bereich Bewegung stellt neben den Rahmengesundheitszielen auch der Nationale Aktionsplan Bewegung, kurz NAP.b, der in der letzten Gesetzgebungsperiode entstanden ist, einen wichtigen Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen dar. Die Anwesenheit des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport und des Bundesministers für Gesundheit ist ein starkes Signal dieses Politikansatzes. Es gilt, Netzwerke aufzubauen und die gesundheitsorientierte Bewegung durch Sozialversicherungsträger zu fördern (Ziel 2 und 7). Gesundheit entsteht nicht nur im Gesundheitssektor. Im Sinne des Health in all Policies - Ansatzes braucht Gesundheitsförderung die Zusammenarbeit vieler Player.
Der Hauptverband erwartet sich im Rahmen dieser Veranstaltung Schnittmengen zu identifizieren, um gemeinsam Entwicklungen und Umsetzungen im Sinne der Gesundheitsförderungsstrategie im Rahmen des Bundes-Zielsteuerungsvertrages voranzutreiben.
 

E-Card zeigt Behandlungsanspruch

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem/der Arzt/ Ärztin aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
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Quellen

  • APA med, Netzwerke aufbauen - Gesundheitsförderung stärken, 02.06.2014