Nagellack soll vor K.O.-Tropfen warnen

Nagellack soll vor K.O.-Tropfen warnen: Hände mit lackierten Nägeln halten Sektgläser.
Der Nagellack reagiert mit Farbveränderung auf K.O.-Tropfen, die in Getränke gemischt wurden. (asife - Fotolia.com)
Der Einsatz von K.O.-Tropfen, um Frauen leichter abschleppen zu können, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Einen Schnelltest für die verdächtigen Substanzen in Drinks haben amerikanische Studenten jetzt entwickelt.

Die Studenten Ankesh Madan, Stephen Grey, Tasso von Windheim und Tyler Confrey-Maloney von der North Carolina State University stellten einen Nagellack her, der bei Kontakt mit verdächtigen Substanzen die Farbe wechselt, damit Alarm schlägt und schlimmeres verhindern soll. Der Lack reagiert auf die Substanzen Rohypnol, GHB (Gamma-Hydroxybutyric acid) und Xanax - Stoffe, die häufig als sogenannte K.O.-Tropfen eingesetzt werden, um Frauen wehrlos zu machen um sie zu vergewaltigen.

K.O.-Tropfen: Umrühren mit dem Finger schafft Gewissheit

Der vielversprechende Nagellack ist der Kosmetikartikel mit dem wohl größten Zusatznutzen. Er reagiert bei Kontakt mit dementsprechenden Substanzen, was bedeutet, dass z.B. vorgesetzte Getränke mit dem Finger umgerührt werden müssen, um danach an den Fingernägeln ablesen zu können, ob der Drink genossen werden kann oder besser das Weite gesucht werden soll. Den Verantwortlichen war dabei wichtig, ein Produkt zu entwickelt, das Frauen im Alltag nutzen und an das nicht extra gedacht werden muss, wenn sie aus dem Haus gehen.

Getränke nicht aus den Augen lassen

Frauen, sowie Männer, sollten in Discos oder Bars ihre Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen lassen und keine Getränke von Fremden annehmen. K.O.-Tropfen oder Liquid Ecstasy sind im Gegensatz zu anderen Drogen nur kurz im Blut nachweisbar.

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  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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Quellen

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