Milch - gesundes Multitalent

Milch - gesundes Multitalent: Frau trinkt Milch
Milch ist ein kalorienarmer und gesunder Energiespender. Bio-Milch ist zu bevorzugen. (Alliance - Fotolia.com)
Ob Kuhmilch, Ziegen- oder Schafmilch - Milch ist vollbeladen mit wertvollen Inhaltsstoffen. Sie ist ein kulinarisches Allroundtalent und wirkt vielseitig auf unsere Gesundheit.

Joghurt, Sauerrahm, frische Vollmilch oder würziger Bergkäse: Milch kann in den verschiedensten Varianten konsumiert werden. Sie enthält eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen, z.B. Calcium, das unentbehrlich für Knochen, Muskeln und Nerven ist. Milchprodukte unterstützen den Darm bei der Verdauung, spenden Energie und sind einfach lecker. Nur für Menschen mit Laktoseintoleranz ist Milch nicht geeignet - sie bekommen Bauchschmerzen und Durchfall von Kuhmilch und Co. Veganer können Milch durch Sojamilch ersetzen, auch sie enthält wertvolle Bestandteile, wie z.B. viel Eiweiß und Folsäure.

Die Milch im Detail

Milch besteht aus Wasser, Milchfett, Milchzucker, Kohlenhydraten, Eiweißen, Spurenelementen (Kalium, Magnesium, Phosphor und Zink) und Vitaminen (A, D, E, C und viele B-Vitamine). Sie ist einer der Hauptlieferanten von Calcium und enthält essentielle Aminosäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Milchzucker sorgt für Energie und hilft (außer bei Milchzuckerunverträglichkeit) dem Darm bei der Regulation des Verdauungsvorgangs. Milch enthält auch Vitamin B12, ein halber Liter deckt den Tagesbedarf zu 80 %. Vegetarier sollten Milchprodukte daher unbedingt in ihren täglichen Speiseplan mitaufnehmen.

Vegan Lebende können auf Produkte aus Soja zurückgreifen, wie z.B. auf Sojapudding, -milch, -joghurt oder -schlagobers. In Sojaprodukten fehlt zwar Vitamin B12, dafür enthalten sie reichlich ungesättigte Fettsäuren, Folsäure, Eiweiß und können sogar die Beschwerden von PMS lindern.

Verschiedene Milchsorten

Rohmilch

Kommt direkt von der Kuh (oder dem Schaf, der Ziege etc.), sollte vor dem Verzehr abgekocht werden, da Keime enthalten sein können

Vorzugsmilch

Rohmilch, die erst nach behördlicher Genehmigung verkauft werden darf; nur kurz haltbar, nicht für Schwangere und Kinder empfehlenswert

Vollmilch

Pasteurisierte Frischmilch, 6 bis 8 Tage haltbar

ESL-Milch

Vollmilch, Extended Shelf Life (=extra lange frisch), halt gekühlt 12 bis 18 Tage

H-Milch

Ultrahocherhitzte Vollmilch, hält ungeöffnet 3 bis 5 Monate

Bio-Milch

Zu bevorzugen, weil aus artgerechter Haltung; Tiere bekommen biologisch produziertes Futter, die Milch wird schonend verarbeitet

Sojamilch (Milchersatz)

Aus eingeweichten, pürierten und dann gekochten Sojabohnen (Verhältnis Wasser - Sojabohnen 10:1)

Um Fett bzw. Cholesterin einzusparen, kann auf Halbfettmilch (1,5 % Fett) oder Magermilch (0,5 % Fett) zurückgegriffen werden. Vor allem Letztere ist geschmacklich aber wesentlich weniger intensiv als Vollmilch (3,5 % Fett).

Milch - ein Star in der Küche

Milch schmeckt nicht nur im Kaffee oder zum Müsli, sondern ist vielseitig einsetzbar. Einige Rezepte sind nur wenig bekannt, schmecken aber überraschend gut. Folgende Speisen mit Milch sind lecker und gesund:

  • Basilikum-Paradeiser-Milchsuppe: aus 3 Lauchzwiebeln, 2 TL Pflanzenöl, 1 TL Mehl, ein halber Liter Milch und ein halber Liter Gemüsebrühe, 1 Bund Basilikum, 4 Paradeisern, Salz und Pfeffer
  • Erdäpfel-Milch-Auflauf: 500 g Erdäpfel, 2 Kohlrabi, 3 große Karotten, 4 Eier, ein dreiviertel Liter Milch, 125 ml  Gemüsebrühe, 50 g Butter, Salz und Pfeffer: Erdäpfel und Gemüse in Scheiben schneiden und in eine mit der Butter eingefetteten Form schichten; Eier, Milch und Brühe verrühren und darüber gießen. 45 Minuten im Ofen backen.
  • "Liebliche Luise": erfrischender Drink aus 100 ml Birnensaft, der gleichen Menge Ananassaft (oder Orangensaft), 250 g Naturjoghurt und 1 TL Honig; verrühren und kaltstellen

Vorsicht bei Milchzuckerunverträglichkeit

Betroffene einer Laktoseunverträglichkeit können den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) nicht aufspalten. Unangenehme Symptome wie Blähungen, Übelkeit, Durchfall etc. können nach dem Genuss von Milchprodukten auftreten. Diagnostiziert wird Milchzuckerunverträglichkeit anhand des Wasserstoffatemtests (H2-Test).

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Milchbüchlein, K. Pieper, BuchVerlag für die Frau, Leipzig, 2012

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