Multiple Sklerose: Verlauf und Diagnose

MRT von Gehirn
Mit Hilfe der Computertomographie (MRT) lassen sich Entzündungen in Gehirn und Rückenmark lokalisieren. (sudok1 - Fotolia.com)

Multiple Sklerose verläuft von Patient zu Patient unterschiedlich. Bis zu 90 % der Betroffenen weisen zu Beginn der Erkrankung einen schubförmigen Verlauf auf.

Schubförmig bedeutet, dass Entzündungsherde innerhalb von Stunden oder Tagen aktiv werden und körperliche Störungen bzw. Ausfälle auslösen bzw. verstärken. Dieser Schub klingt nach einiger Zeit wieder ab.

Schübe 1x pro Jahr

Zwischen den Erkrankungsphasen ist der Betroffene ganz oder nahezu ohne Symptome. Im Durchschnitt kommt es etwa zu einem Schub pro Jahr. Nach vielen Jahren mit Schüben verschwinden diese oft, es kann dann eine langsam fortschreitende Verschlechterung einsetzen (chronisch progredienter Verlauf). Multiple Sklerose zu haben bedeutet nicht zwangsläufig irgendwann im Rollstuhl zu sitzen. Die Gehfähigkeit kann bei der Mehrheit der Betroffenen lange oder für immer erhalten bleiben.

Video: Was ist Multiple Sklerose?

Diagnose von Multipler Sklerose

Zur Diagnose von MS stehen folgende Methoden zur Verfügung:

MRT

Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) können die Entzündungsherde im Rückenmark und Gehirn lokalisieren.

Liquorpunktion

Die Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquorpunktion) dient dazu, bestimmte Eiweißkörper nachzuweisen, die ein Hinweis auf Multiple Sklerose sein können.

Schachbrettmusteruntersuchung

Bei Verdacht auf MS führt ein Neurologe im Vorfeld Untersuchungen z.B. der Sehnerven (Schachbrettmusteruntersuchung) durch.

Weiterführende Informationen

Medizinischer Experte

OA

Dr. Michael Guger

Leitender Oberarzt Station D2.1 und Neuroimmunologische Ambulanz, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz

Gesundheitskompass Website

Quellen

Mehr zum Thema