Migräne: Auslöser bei jedem anders

Für Migräneanfälle kann es viele verschiedene Auslöser geben. (deagreez - Fotolia.com)

Zumindest jeder zehnte Österreicher ist regelmäßig von Migräne-Anfällen betroffen, die Therapie gestaltet sich oftmals schwierig. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die Problematik viele verschiedene Auslöser haben kann.

Anfallsartiger, heftiger Kopfschmerz, der meist einseitig auftritt, ist das auffälligste Symptom eines Migräneanfalls. Dazu können sich noch Übelkeit sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Gerüchen und Lärm gesellen. Besonders häufig sind Menschen zwischen 20 und 40 betroffen, generell haben Frauen ein höheres Risiko. Über die genauen Ursachen von Migräne können Wissenschafter weiterhin nur rätseln, nun wurde aber zumindest die Vielfalt der möglichen Auslöser deutlich.

Bestmögliche Behandlung

Im Rahmen einer Untersuchung an der medizinischen Universität in Wien wurde erkannt, dass praktisch jede Migräne eine ganz eigene individuelle Geschichte hat. Das reine Befragen der Betroffenen würde daher auch nicht reichen, um ein detailliertes Bild zu bekommen. Stattdessen seien detaillierte Aufzeichnungen sowie statistische Analysen notwendig, um eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

Personalisierte Therapie

Etwas mehr als 300 Patienten wurden zum Führen eines Migränetagebuchs aufgefordert, im Schnitt konnten bei jedem 4 potentielle Auslöser identifiziert werden. Die Zusammensetzung dieser Faktoren war eben bei 85% der Teilnehmer einzigartig. In Sachen Migräne gleicht also nur in den seltensten Fällen ein Betroffener einem anderen. Aus Sicht der Forscher könnte mit dieser Erkenntnis ein wichtiger Schritt in Richtung personalisierte Therapie gelungen sein.

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