MERS: kein weltweiter Gesundheitsnotstand ausgerufen

Anstieg der Krankheiten rückläufig

Genf (APA/AFP) - Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet derzeit nicht damit, dass das gefährliche Coronavirus Mers zu einer Pandemie führt.

Die Lage sei zwar weiter "ernst", erklärte die WHO nach einer Krisensitzung am Dienstag, 17.06.2014 in Genf. Es sei aber nicht nötig, wegen der Krankheit einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Es gebe noch keinen Beweis, dass das Virus nachhaltig von Mensch zu Mensch übertragen werde, hieß es zur Begründung. Außerdem sei der starke Anstieg der Krankheitsfälle seit April mittlerweile wieder zurückgegangen.
 

Gefährliche Folgen des Virus

Sorge bereitet der WHO aber die bevorstehende Reisewelle nach Saudi-Arabien, wenn im Herbst tausende Muslime zur großen Pilgerfahrt Hadsch nach Mekka und Medina fahren.
Das Coronavirus Mers (Middle East Respiratory Syndrome) wurde erstmals im September 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen und hat Ähnlichkeit mit dem Sars-Virus. Es kann grippeähnliche Symptome auslösen, aber auch zu einer schweren Lungenentzündung führen. Anders als Sars führt der neue Erreger zudem zu Nierenversagen.
 

Laut WHO sind Zahlreiche Länder betroffen

Studien zufolge wird das Virus von Kamelen direkt auf den Menschen übertragen. In Saudi-Arabien, wo viele Kamele gezüchtet werden, sind nach offiziellen Angaben schon mehr als 280 Menschen an Mers gestorben. Weltweit gab es nach Angaben der WHO mittlerweile mehr als 700 Krankheitsfälle in 22 Ländern.
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Quellen

  • APA med, WHO ruft wegen Mers keinen globalen Gesundheitsnotstand aus, 17.06.2014

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