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Mehr als 125 Jahre sind für Menschen wohl nicht drin

Mehr als einen Hunderter wird wahrscheinlich keinen Mensch jemals feiern können. (Igor Mojzes - Fotolia.com)

Darüber wie alt Menschen theoretisch werden könnten, zanken sich Wissenschafter besonders gerne. Eine neue Studie vermutet den Plafond bei 125 Jahren und sorgt für frische Diskussionen.

Der Name Jeanne Calment sorgt wahrscheinlich bei wenigen Menschen für einen Aha-Moment, dennoch hat die Französin einen höchstinteressanten Rekord inne. 1997 ist sie im Alter von 122 Jahren verstorben, womit sie bis heute die älteste Person ist, deren Leben je dokumentiert wurde. Ein US-amerikanisches Forscherteam vermutet im Rahmen einer neuen Studie, dass diese Bestmarke noch ganz schön lange halten könnte.

Maximum schon erreicht?

Während die Lebenserwartung weiterhin munter ansteigt, ist das maximale Lebensalter seit den 1990er-Jahren nicht mehr gestiegen. Das haben die Wissenschafter durch eine detaillierte Analyse verschiedenster Sterbe- und Geburtsdaten herausgefunden. Demnach würde die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand in einem beliebigen Jahr über 125 wird, bei 1 zu 10.000 liegen.

Anhaltende Diskussionen

Praktisch unmittelbar nach der Veröffentlichung der Studie wurden aber bereits erste kritische Stimmen laut. Andere Forscher bemängelten eine einseitige Datenselektion und sehen keine Anzeichen darauf, dass der Alters-Plafond bereits erreicht wurde. Statistisch eindeutig belegt ist hingegen der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung, der weiterhin anhält.

Lebenserwartung steigt an

Im Jahr 1900 geborene Menschen wurden im Schnitt gerade mal 45, während sich der Jahrgang 2000 bereits auf durchschnittlich 75 Lebensjahre freuen darf. Dafür sind in erster Linie Fortschritte in Medizin, Technologie und Hygiene verantwortlich. Früher ging vor allem die Säuglings- und Kindersterblichkeit zurück, heute liegt der Fokus verstärkt auf länger anhaltende Gesundheit im Alter.

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