Schwarzer Hautkrebs im Zunehmen

Unregemäßige, gerötete, "ausgefranste" Muttermale sollte sich unbedingt der Hautarzt anschauen! (Alexander Raths - Fotolia.com)

Laut Statistik Austria erkranken jährlich rund 1.600 Menschen an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom. Seit 1983 hat sich die Zahl der Neuerkrankungen mehr als verdreifacht.

Häufiges, ungeschütztes Sonnenbaden ist einer der häufigsten Risikofaktoren für schwarzen Hautkrebs. Hier gilt: Die Haut vergisst nie. Sonnenschäden aus der Kind- und Jugendzeit rächen sich in späteren Jahren. Gefährdet sind vor allem rothaarige Menschen und hellhäutige Personen, die nicht leicht braun werden.

Viele Neuerkrankungen

15 Neuerkrankungen gibt es in Europa pro 100.000 Einwohner. Waren früher noch mehr Frauen von schwarzem Hautkrebs betroffen, so ist die Häufigkeit heute mit 1:1 auf beide Geschlechter gleichmäßig verteilt. Die Erstdiagnose wird meistens im Alter zwischen 50 und 60 Jahren gestellt. Auffallend ist jedoch, dass 20 Prozent der Betroffenen bei der Diagnose erst unter 40 Jahre sind.

Familiengeschichte spielt eine Rolle

10 Prozent der Patienten mit schwarzem Hautkrebs haben einen nahen Angehörigen, der ebenfalls an dieser Krebsform erkrankt ist. Menschen mit mehr als 100 Muttermalen tragen ein 10 Mal höheres Melanomrisiko als Menschen ohne bzw. mit wenigen Muttermalen.

Warnsignale erkennen


Die regelmäßige Kontrolle von Muttermalen ist auch das entscheidende Stichwort, wenn es um die Früherkennung geht. „Möglich rasche Abklärung beim Hautarzt ist insbesondere dann angeraten, wenn Muttermale schnell wachsen, Farbunterschiede aufweisen oder ausfransen“, rät Univ.-Prof. Dr. Erika Richtig von der Medizinischen Universität Graz zur Vorsicht.

Wie können Sie Ihre Muttermale selbst kontrollieren?

Folgende Merkmale gelten, wie in der sogenannten "ABCDE-Regel" beschrieben, als verdächtig und sollten ärztlich abgeklärt werden.

  • A - Asymmetrie: Wenn die Form des Muttermals nicht oval und gleichmäßig ist gilt es als verdächtig.
  • B - Begrenzung: Unscharfe Begrenzungen und unregelmäßiges Ausfransen gelten ebenfalls als auffällig.
  • C - Colour / Farbvarianz: Wenn ein Muttermal unterschiedliche Farben hat (z.B. verschiedene Brauntöne, Rot- oder Blaufärbungen) oder sehr dunkel ist, sollte es ebenfalls beobachtet werden.
  • D - Durchmesser: 
Ein Muttermal das größer als 5 Millimeter ist, sollte regelmäßig kontrolliert werden.
  • E - Evolution: Hebt sich das Pigmentmal von der Haut ab, gilt es auch als auffällig. Beispiele hierfür sind Stufen, Knotenbildungen und Höcker.

Bessere Therapiemethoden

"Für die Therapie des malignen Melanoms standen lange Zeit kaum Therapien zur Verfügung", erklärt Univ.-Prof. Dr. Christoph Höller, AKH/Medizinische Universität Wien. Die gute Nachricht: Mit den ersten Immuntherapien gibt es heute wesentlich mehr Behandlungsmöglichkeiten als noch vor fünf Jahren.


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