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Junge Menschen erkranken häufiger an Krebs

Krebs wird auch bei jungen Menschen leider immer häufiger. (Photographee.eu - Fotolia.com)

Die stets besser werdenden Möglichkeiten der Medizin sorgen für einen starken Rückgang vieler verschiedener Krankheiten. Krebserkrankungen werden allerdings immer häufiger.

Die Medizin macht praktisch andauernd größere wie kleinere Fortschritte, dank der immer mehr Krankheiten relativ gut in den Griff zu bekommen sind. Viele Krebsformen stellen für Ärzte aber nach wie vor eine nur schwer zu bewältigende Herausforderung dar. Dazu passen aktuelle Statistiken, wonach Krebserkrankungen nicht seltener, sondern sogar häufiger werden.

Zahlen steigen an

Studien legen nahe, dass die Zahl an Krebsdiagnosen nicht nur in den letzten Jahren angestiegen ist, sondern in Zukunft auch noch weiter anwachsen wird. 2012 sind weltweit 14 Millionen an Krebs erkrankt, schon 2030 werden es Schätzungen zufolge mehr als 21 Millionen sein. Auch bei den Todesfällen wird ein klarer Anstieg von 8,2 auf 13 Millionen erwartet. Das klingt zunächst schockierend, spricht aber kaum für eine verschlechterte allgemeine Gesundheit.

Lebenserwartung steigt

Denn der Trend erklärt sich hauptsächlich daraus, dass die Lebenserwartung von Menschen im Schnitt immer höher wird. Krebs wiederum wird mit steigenden Alter wahrscheinlicher. Nüchtern ausgedruckt werden heutzutage einfach mehr Menschen alt genug, um an Krebs zu erkranken. Die Entwicklung klingt also wesentlich negativer als sie eigentlich ist und muss uns nicht wirklich zum Nachdenken anregen.

Besorgniserregende Tendenz

Tatsächlich schockierend ist hingegen das nun veröffentlichte Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Demnach werden Krebserkrankungen auch bei jungen Leuten zwischen 15 und 19 Jahren immer häufiger. Zwischen 1975 und 2012 ist die Zahl an Diagnosen um satte 25% gestiegen. Anders als bei der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung gibt es hierfür kein so einfaches Erklärungsmodell.

Umwelt als Faktor?

Einen Teil des Anstiegs führen die Forscher auf verbesserte Diagnosewerkzeuge zurück, bei allen Krebsarten ist dies allerdings nicht der Fall. Am logischsten erscheint den Autoren ein Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels. Weit verbreitete ungesunde Ernährungsweisen könnten ein weiterer Erklärungsansatz sein. Ob sich diese Theorien bestätigen, kann jedoch nur mit fortführenden Studien endgültig geklärt werden.

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