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Medizinnobelpreis geht an japanischen Zellforscher

Der Medizinnobelpreis 2016 wird an Yoshinori Ohsum verliehen. (aga7ta - Fotolia.com)

Der renommierte Medizinnobelpreis wurde in diesem Jahr an Yoshinori Ohsumi verliehen. Ausgezeichnet hat sich der japanische Wissenschafter durch seinen Beitrag zur Zellforschung.

Jedes Jahr im Herbst werden besonders kluge Vertreter der Spezies Menschheit mit dem sogenannten Nobelpreis versehen. Im 19. Jahrhundert vom schwedischen Forscher Alfred Nobel gegründet, sollen vor allem jene geehrt werden, deren Werk den Menschen von großen Nutzen ist. Im medialen Mittelpunkt stehen zumeist die recht prominenten Gewinner in den Sparten Frieden und Literatur, doch auch Vertreter der Wissenschaft werden geehrt.

Zellforscher ausgezeichnet

Dementsprechend wurde am Montagvormittag der Medizin-Nobelpreis 2016 verliehen, wobei der Gewinner aus Japan stammt. Yoshinori Ohsumi hat sich die Ehre durch seine Beiträge zur Zellforschung verdient. Er führte in den 90er Jahren ein Team an, das die sogenannte Autophagie genauer ergründete. Hiermit wird der Prozess bezeichnet, bei dem Zellen eigene defekte Bestandteile abbauen, um daraus Energie zu gewinnen.

Nobels Dilemma

Der direkte Nutzen für die Medizin mag im ersten Moment nicht zu erkennen sein, tatsächlich aber sind es derartige Erkenntnisse im Detail, die in weiterer Folge neue Therapien ermöglichen. Relativ tragisch ist übrigens die Geschichte zur Gründung des Preises. Alfred Nobel wollte damit das große moralische Dilemma seines Lebens lösen. Denn seine bekannteste Erfindung, das Dynamit, wurde - zu Nobels Bedauern - damals wie heute hauptsächlich zu Kriegszwecken genutzt.

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