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Technische Hilfen für jedermann

Die sogenannten Wearables sind auch für die Wissenschaft von Relevanz. (ryanking999 - Fotolia.com)

Die Medizin hat in den letzten Jahren immer wieder mit verblüffenden technischen Möglichkeiten für Schlagzeilen gesorgt. Nun wurden moderne Geräte präsentiert, die direkt für den Betroffenen gedacht sind.

Ein besonders kritischer Geist mag vielleicht behaupten, der Mensch würde sein Wohlbefinden zu sehr von Maschinen abhängig machen. Tatsache aber ist, dass die Weiterentwicklung der modernen Technik den Ärzten einiges ermöglicht, was früher undenkbar gewesen wäre. Hier sind nicht zuletzt der Einsatz von 3D-Druckern sowie Robotern, die bei Operationen verwendet werden, zu nennen. Auf der MEDICA in Düsseldorf, einer der weltweit bedeutendsten Medizinmessen, wurden Mitte November vor allem Geräte präsentiert, von denen der Betroffene direkt profitiert.

Position verändern

Herausstechen konnte unter anderem eine besonders originelle Methode, um der Problematik Schnarchen zu begegnen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Knopf, der ins Ohr gesteckt wird und beim Beginn von lauten Schlafgeräuschen einen ganz leisen Ton aussendet. Das weckt den Schnarchenden zwar nicht, reicht aber dafür aus, dass sich dieser unbewusst umdreht und sich wieder neu ordnet. Durch die veränderte Schlafposition verschwinden die Geräusche.

Pulsieren gegen den Schmerz

Auch Menstruationsbeschwerden wird künftig mit einem technischen Hilfsmittel der Garaus gemacht. Zu diesem Zweck werden zwei leicht klebende Flächen auf dem Unterbauch angebracht und mit einem an der Gürtelschnalle befestigten kleinen Gerät verbunden. In exakt berechneten Frequenzen werden die Flächen zum Pulsieren gebracht, was die Schmerzen zunichtemachen soll. Das Gerät ist vor allem als wirksame Alternative zu Medikamenten angedacht.

Angehörige kontaktieren

Spezifisch auf eine Krankheit abgestimmt ist auch ein kleines Band, mit dem ein Minicomputer am Arm befestigt wird. Dieser soll Epileptiker vor einem bevorstehenden Anfall warnen, um Verletzungs- oder Todesfälle zu vermeiden. Möglich gemacht wird dies durch sensible Elektroden sowie genau abgestimmter Software, die gemeinsam Gefahren frühzeitig erkennen. In Notfällen werden automatisch Angehörige in Kenntnis gesetzt.

Wearables zur Früherkennung

Das Warngerät für Epileptiker zählt zu den sogenannten Wearables, die Experten der MEDICA prinzipiell im Vormarsch sehen. Mit diesen kleinen, ständig getragenen Geräten können vielseitige medizinische Daten gesammelt werden. Hilfreich ist dies einerseits für den Träger selbst, dessen potentiellen Probleme so bereits früh erkennbar sind. Andererseits profitiert - bei erfolgter Freigabe der Daten - auch die Forschung davon, da Zusammenhänge sichtbarer werden.

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