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Medikamente: Werden Kinder falsch behandelt?

Werden Kinder falsch behandelt?
Die österreichische Organsiation OKIDS kritisiert die oberflächliche Haltung gegenüber Kinderarznei. (zinkevych - Fotolia.com)

Eine österreichische Organisation verlangt Veränderungen im Bereich der Kinderarznei. Demnach sollten die jüngsten Patienten nicht mehr wie kleine Erwachsene behandelt werden.

Wer den Beipackzettel eines gängigen Medikaments, z.B. gegen Verkühlungssymptome, durchliest, wird dort im Normalfall einen Hinweis auf den Gebrauch bei Kindern finden. Die empfohlene Dosierung basiert in diesen Fällen oft auf ganz einfachen Rechnungen. Da Kinder wesentlich weniger wiegen als ein durchschnittlicher Erwachsener, bekommen sie weniger vom Medikament. Diese viel zu vereinfachte Herangehensweise wird von einer österreichischen Organisation kritisiert.

Kind kein kleiner Erwachsener

Die Organisation Kinderarzneiforschung (OKIDS) setzt sich seit 2 Jahren für eine Veränderung bei Medikamenten für sehr junge Patienten ein. Sie bemängelt vor allem die schwierige Frage der Dosierung, die in Beipackzetteln oft nicht ausreichend beantwortet werde. Dass Kinder bei der Medikamentengabe als kleine Erwachsene gesehen werden, ist aber längst nicht das einzige angeprangerte Problem.  

Seltene Krankheiten problematisch

Insbesondere bei seltenen Krankheiten seien oft gar keine passenden Medikamente verfügbar, da diese in vielen Fällen nur an Erwachsenen getestet werden konnten. Somit gibt es keine Berechtigung, die entsprechende Medizin auch an sehr junge Betroffene zu verabreichen, die Behandlung wird so oft schwierig. Als kompliziert gestaltet sich aus Sicht von OKIDS außerdem die Suche nach Kindern, die an den Pharmastudien teilnehmen dürfen.

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