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Vitamin-D-Mangel in Kindheit verstopft Arterien

Vitamin-D-Mangel in Kindheit verstopft Arterien - Kind
In Österreich haben Kinder und Erwachsene häufig nicht genügend Vitamin D im Blut, um sie vor einer Arterienverkalkung im Alter zu schützen. (pressmaster - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Vitamin D

Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel in der Kindheit hat weitreichende Folgen: 30 Jahre später sind die Arterien deutlich stärker verstopft. Dadurch erhöht sich das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen.

Das ergab eine Langzeitstudie der Universität Turku in Finnland. Forscher haben den Vitamin-D-Spiegel bei Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren gemessen. In regelmäßigen Abständen wurden die 2.148 Versuchsteilnehmer medizinisch untersucht. Wichtige Gesundheitsfaktoren wie Blutdruck und Blutfettwerte wurden festgehalten. Auch Lebensgewohnheiten wie Sport oder Rauchen verzeichneten die Wissenschafter. Unabhängig von allen anderen Daten und Lebensgewohnheiten: Erwachsene hatten doppelt so häufig verstopfte Arterien, wenn sie in der Kindheit sehr wenig Vitamin D im Blut hatten.

Wie viel Vitamin D schützt die Arterien?

Für Kinder wird ein Vitamin-D-Spiegel zwischen 30 und 50 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) als ausreichend angesehen. Manche der Kinder und Jugendlichen in der norwegischen Studie wiesen aber nur 15 Nanogramm auf, oder sogar noch weniger. Hier liegt bereits ein schwerer Mangel vor.

Der tägliche Bedarf an Vitamin D kann über die Nahrung und eine kurze Zeit im Freien ohne Sonnenschutz gedeckt werden. Fettiger Fisch, Eigelb und Rinderleber enthalten von Natur aus Vitamin D. Bei 15 - 20 Minuten Sonneneinstrahlung 3 Mal pro Woche auf das Gesicht und die Hände produziert der Körper selbst das Vitamin.

Vitamin D wird als "Sonnenvitamin" bezeichnet. Ein Vitamin-D-Mangel wirkt in jedem Alter schädlich - hier erfahren Sie, mit welchen Folgen Sie rechnen müssen. (drubig-photo - Fotolia.com)

Genügend Vitamin D als Altersvorsorge

Bei Sonneneinstrahlung kann das Hormon Vitamin D vom Körper selbst gebildet werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Studienteilnehmer in Norwegen unzureichend mit Vitamin D versorgt waren. Schließlich ist in nördlichen Gebieten die Sonneneinstrahlung schwächer. Aber auch in Österreich haben Kinder und Erwachsene häufig nicht genügend Vitamin D im Blut, um sie vor einer Arterienverkalkung im Alter zu schützen. Viele Babys bekommen deshalb bereits Vitamin-D-Tropfen verschrieben, um die Langzeitfolgen eines Mangels vermeiden. Laut finnischer Studie bieten solche medizinischen Maßnahmen einen gewissen Schutz vor Herzerkrankungen später im Leben. Vitamin-D-Mangel kann langfristig auch zu Osteoporose führen.

Quellen

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