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Warum echte Männer echt nicht gesund sind

Der traditionelle Macho befindet sich womöglich am Aussterben. (Gelpi - Fotolia.com)

Obwohl die Zahlen wohl so langsam zurückgehen, ausgestorben ist die Gattung des Machos sicherlich noch nicht. Doch Männer, die sich Frauen prinzipiell überlegen fühlen, neigen eher zu psychischen Problemen.

Ein Macho müsse man sein, das hat Rainhard Fendrich in den späten 80ern erkannt. Seither hat sich allerdings viel geändert, die traditionellen Geschlechterrollen werden immer stärker hinterfragt. Ein schnelles Auto, viel Geld und mächtig Erfolg bei den Frauen sind nicht mehr zwingende Errungenschaften, die man als Mann aufweisen muss, um sich gut zu fühlen. Sogar das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wenn man einer neuen Untersuchung Glauben schenken möchte.

Große Datenmenge

Demzufolge haben Männer, die sich stark an den traditionellen Normen orientieren, ein erhöhtes Risiko, von psychischen Problemen betroffen zu sein. Durchgeführt wurde die Studie an der Indiana University in den USA, wobei die Daten von mehr als 19.000 Männern analysiert wurden. Experten hatten im Vorfeld die gesellschaftlichen Vorstellungen von traditioneller Männlichkeit anhand von 11 Kriterien definiert.

Traurige Playboys

Macht über Frauen und Playboy-Verhalten erwiesen sich als 2 besonders problematische Ideale. Wer sich damit identifizieren kann, neigt offensichtlich besonders stark zu Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Auf den ersten Blick scheint das nahezu verwunderlich zu sein, schließlich werden diese Eigenschaften - egal was man von ihnen hält - auch mit einem hohen Selbstbewusstsein in Verbindung gebracht.

Gar nicht so widersprüchlich

Sieht man etwas genauer hin, macht der Zusammenhang aber gleich in mehrfacher Hinsicht eine Menge Sinn. Zunächst handelt es sich hier um Ideale, die nicht zuletzt aufgrund der Veränderungen in der Gesellschaft kaum einzuhalten sind. Vor allem der Wunsch nach Macht über Frauen ist in einer feministisch geprägten Zeit nur schwer zu erfüllen. Generell gesprochen dürfte die früher oft gefeierte Macho-Einstellung heute nicht ganz so prächtig ankommen.

Machos ohne Selbstbewusstsein?

Es ist aber auch davon auszugehen, dass sich viele Männer, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, unbewusst stärker an den genannten Idealen orientieren. Wer etwa von Depressionen betroffen ist, hat oftmals auch ein niedriges Selbstbewusstsein und versucht dieses womöglich mit einer Macho-Attitüde zu verstecken. So verbirgt sich hinter dem ein oder anderen harten Kern bekanntlich ja dann doch eine weiche Schale.

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