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Nicht allen Lippenbalsamen ist zu vertrauen

Bei Lippenbalsam-Stiften sollten Sie auf die Inhaltsstoffe achten. (PhotoSG - Fotolia.com)

Bei trockenen Lippen scheint der Balsamstift in der Hosentasche fast ein kleiner Lebensretter zu sein. Doch viele der gängigen Produkte sind bei einem Test äußerst negativ aufgefallen.

Wenn die Lippen langsam austrocknen und uns das Gefühl beschleicht, sie könnten jederzeit kleine Risse bekommen, gibt es eigentlich nur einen Ausweg: Ein Lippenbalsam muss her! Klassischerweise in Form eines kleinen Stifts verkauft, können uns Labello & Co. in manchen Situationen so richtig aus der Patsche helfen. Das fettige Gefühl, das auf den Lippen zurückbleibt, ist nicht jedermanns Sache, doch das ist ein kleiner Preis, um unangenehme Wunden zu vermeiden.

Immer wieder Mineralöl

Eine neue Erhebung der Stiftung Warentest legt uns allerdings nahe, bei der Produktwahl künftig ganz genau hinzuschauen. Das bekannte deutsche Institut hat nämlich vielen der im Handel erhältlichen Lippenbalsame ein äußerst schlechtes Zeugnis ausgestellt. Auch einige sehr namhafte Hersteller bekamen dabei eine regelrechte Schelte, kritisiert wurden in erster Linie die Inhaltsstoffe. Wie bei anderen Kosmetika war auch hier die Verwendung von Mineralöl den Testern ein Dorn im Auge.

Naturkosmetika als Lösung?

Aromatische Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl (MOAH) stehen schon seit längerer Zeit im Verdacht, das Krebsrisiko wesentlich zu erhöhen. Gesättigte Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl (MOSH) hingegen reichern sich in den Organen an. Beide Formen konnten in diversen Produkten nachgewiesen werden. Naturkosmetika sind für den Kunden der vermeintlich sicherste Ausweg aus diesem Dilemma.

Vier Stifte pro Jahr

Um sich mit dieser Bezeichnung schmücken zu dürfen, muss man nämlich nachweislich auf jegliche Form von Mineralöl verzichten. Hier kommt allerdings die Problematik ins Spiel, dass manche Produkte wiederum andere bedenkliche Stoffe beinhalten. Idealerweise sollten die Testergebnisse vor dem nächsten Drogeriemarkt-Einkauf wohl genauer studiert werden. Immerhin schluckt der gepflegte Konsument Schätzungen zufolge ganze vier Lippenbalsamstifte pro Jahr.

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