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Leukämie: Kollegen schenken Vater 13 Monate Urlaub

Leukämie: Kollegen schenken Vater 13 Monat Urlaub
Louann mit Papa Frédéric Maire (Screenshot Facebook)

Krebskranke Kinder, wie das französische Mädchen Louann, benötigen viel Unterstützung und Liebe. Damit Louanns Papa für sie da sein kann, verschenkten seine Arbeitskollegen ihre eigenen Urlaubstage.

Eigentlich wollte der besorgte Vater, Frédéric Maire, bei seinem Chef um unbezahlten Urlaub ansuchen, als seine Tochter die Diagnose "Leukämie" erhalten hatte. Obwohl 75 % aller Kinder heutzutage eine Krebserkrankung überleben, bedeutet die Krankheit dennoch für viele einen tiefen Einschnitt in die Kindheit. Herr Maire entschied sich deshalb, auf sein Einkommen zu verzichten, um die kleine Louann rund um die Uhr betreuen zu können und ihr die schwierige Situation zu erleichtern. Dank seiner fantastischen Kollegen kann er das nun unbeschwert tun: 262 Tage schenkten sie ihm.

Zusammenhalt unter Kollegen macht in Krisen stark

Familie Maire ist nicht die erste, die dank einem mitfühlenden Verständnis am Arbeitsplatz Unterstützung erfahren hat. Ein französischen Busfahrer, Karim Zaouai, durfte ebenfalls diese Anteilnahme erleben. Seine schwangere Frau benötigte seine Hilfe, als sie eine Gehirnblutung erlitt. Zaouais Kollegen schenkten ihm innerhalb nur einer Woche 362 Tage Urlaub.

Gesetzliche Regelung in Frankreich ermöglicht Urlaubs-Schenkung

Auch in Österreich können Kollegen vieles tun, um Teammitglieder in einer Krisensituation zu unterstützen: Sie können sie arbeitstechnisch entlasten, Verständnis für die Situation zeigen oder einfach nur ein offenes Ohr haben. Eine "Urlaubsschenkung" im Sinne Frankreichs ist aber derzeit arbeitsrechtlich nicht möglich. Auch in Frankreich ist diese Gesetzesregelung erst im April 2014 in Kraft getreten. Seither hat jede Person, die einebestimmte Anzahl an Urlaubstagen zu Verfügung hat, die Möglichkeit diese an Arbeitskollegin zu verschenken. Stimmt der Chef zu, können einzelne Tage an andere abgegeben werden, wenn diese sie dringender benötigen.

Quellen

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