Superstar Kürbis

Kürbis - gesund im Herbst: Kürbisse in Nahaufnahme
Die orange Farbe hat der Kürbis von Beta-Carotin, einem Radikalfänger, der uns gesund hält. (Magdalena Kucova - Fotolia.com)

Hokkaido, Butternusskürbis und Konsorten sind nicht nur lecker, sondern vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen. Deshalb gilt: Nicht nur ausschnitzen, sondern auch verspeisen.

Kürbisse haben eine Menge gesundheitsfördernde Eigenschaften. Regelmäßig genossen, wirken sie sich positiv auf den Blutdruck aus und lindern Blasen- sowie Nierenprobleme (z.B. Harnwegsinfekte). Kürbiskernöl senkt sogar nachweislich den Cholesterinspiegel. Trotz der oft mehligen Konsistenz enthält der Kürbis kaum Kohlenhydrate und nur sehr wenige Kalorien und ist deshalb auch für alle geeignet, die abnehmen möchten. Kürbiscremesuppe, -risotto und Co beliefern den Körper mit Antioxidantien, Vitamin A, C und E, Kalium, Calcium und Zink.

Slideshow: 7 Kürbissorten und ihre Vorzüge

Hokkaido Kürbis

Er schmeckt leicht nussig und ist der beliebteste Kürbis in der heimischen Küche: Der orange Hokkaido Kürbis lässt sich leicht verarbeiten (Suppe, Gemüse...) aber auch roh genießen. (L.Klauser - Fotolia.com)


Was ist drin im Kürbis?

Wer den Kürbis bisher unterschätzt hat, wird sein "oranges Wunder" erleben, denn der größte Vertreter der Beeren kann mit einer langen Liste an gesunden Inhaltsstoffen aufwarten:

  • Antioxidantien: Antioxidantien schützen vor Krebs
  • Vitamin C, A und E: verantwortlich für den Zellschutz, gut für Augen, Haut und den Fettstoffwechsel
  • Vitamin B6: wichtig bei der Blutbildung
  • Kalium: wichtig für die Muskulatur
  • Calcium: wird von Knochen, Muskeln und Nerven benötigt
  • Zink: stärkt Haare, Haut und Nägel und sorgt für eine gute Immunabwehr
  • Beta-Carotin: der Radikalfänger schützt vor negativen Umwelteinflüssen und verleiht dem Kürbis die knallig orange Farbe

Kalorienarmes "Superfood"

Rezepte mit Kürbis taugen zum Abnehmen: Je nach Sorte hat das "Superfood" nur 23 bis 27 Kalorien pro 100 g. Schmackhaft und sättigend sind z.B. im Ofen gegrillte Kürbisspalten in Kombination mit einem frischen Rucola-Endivien-Salat oder eine ganz klassische cremige Kürbissuppe mit reichlich Kresse bestreut. Das wärmt von Innen und stärkt die Abwehrkräfte in der kühleren Jahreszeit.

Auch für Low-Carb-Freunde ist Kürbis eine ideale Alternative zu Erdäpfeln. Das Fruchtfleisch hat eine reichhaltige und mehlige Konsistenz und befriedigt manche Gelüste nach "etwas Ordentlichem".

Kürbiskernöl senkt den Cholesterinspiegel

Das Kleinste vom Kürbis ist der größte Gesundheitsstar: der Kürbiskern. Das aus ihm gepresste Öl enthält eine Menge gesättigter Fettsäuren, Phytosterine helfen Blase und Prostata und senken den Cholesterinspiegel. Kürbiskerne enthalten außerdem viel Eisen (12,5 mg pro 100 g) und sollten deshalb vor allem von Vegetariern und Veganern geknabbert werden.

Besser Kürbisscheiben kaufen

Kürbisscheiben lassen sich für diverse Gerichte besser portionieren. Den restlichen rohen Kürbis am besten in Klarsichtfolie einpacken, kühlen und binnen einer Woche aufbrauchen.

Wer doch einen ganzen Kürbis benötigt, sollte beim Kauf auf das Gemüse klopfen. Klingt der Ton hohl, dann ist der Kürbis einwandfrei. Falls der Stiel am Kürbis anfängt leicht einzutrocknen, dann wurde er erst kürzlich geerntet. Mit intakter Außenschale lässt sich der Kürbis kühl und trocken zwischen 1-6 Monate lagern.

Quellen

  • Gut essen - gesund bleiben, S. Holst, Rowohlt Verlag, Reinbek, 2009

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