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Kondom-Challenge für Safer Sex

Kondom-Challenge für Safer Sex
Die Kondom-Challenge sorgt in den sozialen Netzwerken für Furore und will auf Safer Sex aufmerksam machen. (@CondomChallenge - Twitter.com)

Bei einer neuen Challenge lassen junge Menschen mit Wasser befüllte Kondome aufeinander fallen. Der witzige Social Media-Trend der Stunde hat einen ernsten Hintergrund, er soll als Kampagne für Safer Sex fungieren.

Ein junger Mann lässt von oben herab ein mit viel Wasser befülltes Kondom auf einen Freund fallen. Das Verhütungsmittel bildet für kurze Zeit eine große Blase rund um den Kopf, ehe es platzt. Dieses Video ist vor etwas mehr als einer Woche als Gründung der #CondomChallenge in die Internet-Annalen eingegangen. Seither gibt es in den sozialen Netzwerken zahlreiche Imitatoren.

Kampagne für Safer Sex?

Nach Angaben der eigens eingerichteten Twitter-Seite soll die Challenge auf die Wichtigkeit von Safer Sex aufmerksam machen. Experten kritisieren allerdings, dass nicht auf die Vorteile von Kondomen eingegangen wird und sehen den Trend als pure Unterhaltung. Witzig sind die Videos aber auf jeden Fall, zudem dürften sie zumindest einige Menschen auf den weltweiten Kampf gegen HIV bzw. Aids aufmerksam machen.

Neudiagnosen in Europa nehmen zu

Vor dem Hintergrund des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember haben das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine schockierende Statistik vorgelegt. Demnach war im letzten Jahr die Zahl an neuen HIV-Diagnosen in Europa so hoch wie noch nie zuvor. Von einem Trend, der den ganzen Kontinent erfasst, kann allerdings nicht die Rede sein.

Stabile Zahlen in Österreich

Denn das Problem ist vor allem in den osteuropäischen Ländern eklatant, wo sich die Neudiagnosen in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt haben. In anderen europäischen Staaten war teilweise sogar ein Rückgang zu verzeichnen. Wie die Aids-Hilfe Wien berichtet, gibt es in Österreich keine signifikanten Veränderungen, die Zahl der Neuinfektionen ist in etwa gleich geblieben. Weiterhin wird die Diagnose "HIV positiv" hierzulande im Schnitt etwas öfter als einmal pro Tag gestellt.

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