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Komplexer Zusammenhang zwischen Koffein und Depressionen

Kaffee kann kurz für bessere Laune sorgen, als Antidepressivum taugt er aber nicht. (pathdoc - Fotolia.com)

Ein geliebtes Heißgetränk kann an einem schlechten Tag schon einmal unsere Stimmung heben. Ob Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke aber gegen Depressionen helfen, ist umstritten.

An einem Arbeitstag aus dem Bett zu kriechen kann manchmal ganz schön frustrierend sein. Je nach Begeisterung für die eigene Tätigkeit stehen mehr oder weniger motivierende, sicher aber anstrengende Stunden bevor, ehe wir müde nach Hause gekrochen kommen. Gerade in einem solchen Szenario kann der warme Kaffee am Morgen ein kleiner Lebensretter sein. Manchen medizinischen Experten zufolge kann das Heißgetränk sogar bei größeren Krisen wirksam sein.

Schönes Ritual

Verschiedene Studien zeigen einen positiven Effekt von maßvoll konsumierten Koffein auf die Psyche. Demnach kann das Risiko auf Depressionen mit koffeinhaltigen Getränken wesentlich reduziert werden. Insbesondere Kaffee soll aufgrund weiterer kostbarer Inhaltsstoffe eine schützende Wirkung haben, auch grüner Tee könnte nützen. Definitiv kann das Trinken des Heißgetränks zu einer Art positiven Ritual werden, auf das in schweren Zeiten verstärkt zurückgegriffen wird.

Wenn die Stimmung schwankt

In Sachen Wirkung auf die Psyche hat Koffein aber auch Gegner in der Medizin. Einige verweisen darauf, dass zu viel des aufputschenden Stoffes einen negativen Effekt hervorrufen kann. So können bei manchen Menschen Ängste, Kopfschmerzen, ein erhöhter Blutdruck und Unruhe nach dem Kaffeekonsum auftreten. Bei Personen mit starken Stimmungsschwankungen legen Studien sogar nahe, dass Kaffee das Risiko auf Depressionen erhöht.

Glücklich essen?

Wie Koffein das Wohlbefinden beeinflusst, muss unterm Strich individuell beurteilt werden. Als Medizin gegen depressive Verstimmungen ist Kaffee nicht zu empfehlen, prinzipiell kann der Lebensstil aber wesentlich zu guter Laune beitragen. Nüsse, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse sind auf lange oder kurze Sicht richtig gute Stimmungsmacher. Noch wichtiger aber ist die Integration von Sport in den Alltag, zumindest 2 Mal die Woche sollte körperliche Betätigung unbedingt am Terminplan stehen.

Ursachen erkennen

Bei schweren depressiven Verstimmungen sollten derartige Hausmittel aber nicht als Medizin herhalten, sondern nur unterstützend wirken. In solchen Fällen gilt es, die Ursachen zu klären und eine positivere Einstellung zum Leben zu finden. Manchen Menschen reicht dafür bereits ein klärendes Gespräch mit einem guten Freund, aber auch vor einer Psychotherapie sollten Sie nicht zurückschrecken.

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