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Erste Hilfe: Was bei einem Knalltrauma zu tun ist

Erste Hilfe bei Knalltrauma
Zu Silvester sind Knalltraumas besonders häufig. (VRD - Fotolia.com)

Die zu Silvester besonders beliebten Feuerwerke bergen ein gewisses Risiko, dabei wird die Gefahr eines Knalltraumas oft unterschätzt. Wir erklären was in einem solchen Fall zu tun ist.

Ohne Feuerwerksspektakel ins neue Jahr zu rutschen, ist für viele Menschen undenkbar. Raketen und andere Knallkörper gehören einfach dazu, um die Ankunft der nächsten 12 Monate gebührlich zu feiern. Immer wird darauf hingewiesen, wie gefährlich die kleinen Explosionen sind, jährlich kommt es zu Unfällen. Bei den privaten Sicherheitsvorkehrungen wird das Risiko eines Knalltraumas oft vergessen.

Gute Heilungschancen

Ein kurz einwirkender Knall - manchmal reicht eine Millisekunde - mit hoher Lautstärke (zirka 140 Decibel) sorgt dabei für eine mechanische Schädigung der Innenohrhärchen. Klassisches Symptom ist eine akute Hörverminderung, in manchen Fällen tritt außerdem ein Tinnitus auf. Prinzipiell ist ein Knalltrauma gut heilbar, da das Trommelfell nicht verletzt wird. Insbesondere junge Menschen erholen sich im Normalfall sehr rasch wieder davon.

Schnell zum Arzt

Obwohl sich ein Knalltrauma oft eher harmlos entwickelt, sollten Sie bereits bei den ersten Symptomen eine weitere Lärmeinwirkung vermeiden. Ziehen Sie sich in einem solchen Fall eher an einen ruhigen Ort zurück. Später ist ein schnellstmöglicher Besuch beim HNO-Arzt ratsam, der mithilfe einer ohrmikroskopischen Untersuchung die genaue Diagnose stellt. Dabei wird in erster Linie überprüft, ob das Trommelfell beschädigt ist. Der rasche Arztbesuch ist extrem wichtig, da eine frühe Behandlung der Symptome die Chancen auf eine Besserung extrem erhöhen.

Kortisontherapie

Bei einem akuten Fall wird zunächst eine Kortisontherapie angeordnet, bei der die Dosis mit der Zeit verringert wird. Darüber hinaus kommen Medikamente zum Einsatz, die die Fließfähigkeit des Blutes verbessern, um eine bessere Durchblutung des Innenohres zu fördern. Als Betroffener selbst ist es wichtig, so gut wie möglich Stress zu vermeiden. Ebenfalls hilfreich ist eine erhöhte Sauerstoffaufnahme durch leichte sportliche Betätigung.

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Quellen

  • Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, S. Andreae et al., Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart, 2008
  • Biologie Anatomie Physiologie, N. Menche, Elsevier/Urban & Fischer, 7. Auflage, München, 2012

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