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Kinder ertrinken leise

Kind im Wasser
Kinder müssen im Wasser unbedingt beaufsichtigt werden. (sveta3 - Fotolia.com)

Warum Kleinkinder nie allein im Wasser sein sollten und wie man bei Schwimmunfällen am besten reagiert, zeigen 7 gesund.at - Tipps. Wasser übt auf Kinder jeden Alters eine besondere Faszination aus, es macht ja auch Spaß im kühlen Nass zu planschen und nach Herzenslust zu spielen.

Besonders wenn die Kleinen noch nicht schwimmen können, darf man sie aber weder im Planschbecken noch in der Badewanne aus den Augen lassen - auch nicht für eine Minute. Kleine Kinder können bereits im 10 bis 20 cm tiefen Wasser ertrinken, sobald das Gesicht ins Wasser gerät, sind sie oft nicht mehr in der Lage den Kopf zu heben. Die Atmung wird blockiert, es kommt zum Atemstillstand. Durch den Sauerstoffmangel kann es zu schweren Behinderungen kommen. Drei Minuten unter Wasser genügen, um zu ertrinken.

Tag der Kindersicherheit

Der Internationale Kindersicherheitstag am 10. Juni hat heuer das Motto "Planschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!", in diese Sinn hat auch gesund.at folgende 7 Tipps zusammengestellt:

Worauf Sie im und am Wasser achten sollten

Tipp 1 - Schwimmflügerl

Schwimmflügerl oder andere Schwimmhilfen bieten keinen ausreichenden Schutz vor Ertrinken, da die Kinder beim Spiel ausrutschen oder umfallen können und mit dem Kopf ins Wasser geraten.

Tipp 2 - Vorsichtsmaßnahmen Pool

Wenn Sie das Plantschbecken nicht mehr brauchen, lassen Sie das Wasser vollständig aus. Ein großes Pool sichern Sie am besten mit einem Zaun und einer (Garten)tür mit Schloss. Für Gartenteiche gibt es Spezialgitter unter der Wasseroberfläche.

Tipp 3 - Aufsichtsperson

Größere Geschwister sind oft noch nicht in der Lage, die Verantwortung für die Kleinen zu übernehmen, es sollte daher immer auch ein Erwachsener in unmittelbarer Nähe sein.

Tipp 4 - Schwimmtraining

Bringen Sie dem Kind möglichst bald Schwimmen bei, das ideale Alter dafür liegt zwischen fünf und acht Jahren. Aber auch schon kleinere Kinder können sich mit geübten Kraul- und Paddelbewegungen wenigstens kurz über Wasser halten.

Tipp 5 - Ausdauer

Kinder, die schon schwimmen können und in Schwierigkeiten kommen, überschätzen oft ihre Ausdauer, treiben mit der Luftmatratze ab oder geraten in tiefe Strömung.

Tipp 6 - Im Notfall I

Atmet das Kind nach einer Bergung nicht mehr, sofort mit der Beatmung beginnen (zu Beginn 5x ), dann 30x Herzdruckmassage durchführen. Erst nach einer Minute Wiederbelebung den Notruf 144 oder 112 wählen. Anschließend 2x beatmen und dann wieder 30x Herzmassage durchführen. Dieser Rhythmus ist bei Kindern und Erwachsenen gleich. Führen Sie die Wiederbelebung so lange durch, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Tipp 7 - Im Notfall II

Versuchen Sie nicht durch Schütteln die Lunge vom Wasser zu befreien, Herzmassage und Mund-zu-Mundbeatmung sind sinnvoller, es ist sehr wichtig, sofort mit der Beatmung zu beginnen und keine Zeit zu verlieren.

Quellen

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