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Kinder rauben vor allem der Mama den Schlaf

Ganz so harmonisch schlafen Familien wohl nicht immer. (YakobchukOlena - Fotolia.com)

Eigentlich würde man denken, dass in immer mehr Familien bei der Kindererziehung eine moderne Aufgabenverteilung herrscht. Dennoch kostet der Nachwuchs vor allem Müttern den Schlaf.

Wenn ein neuer Mensch das Licht der Welt erblickt, ist das für die Eltern in den meisten Fällen der Auftakt zu einer wunderschönen, aufregenden Zeit. Was bei dieser romantischen Vorstellung aber gerne vernachlässigt wird, sind die damit einhergehenden Herausforderungen. Das Schreipotenzial der neuen Erdbewohner sorgt in den ersten Monaten meistens für einige sehr unruhige Nächte, auch später können Kinder einige Nerven kosten.

Mütter mit Schlafmangel

Von dieser Problematik scheinen in erster Linie die Mütter betroffen zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Georgia Southern Universität in den USA. Im Rahmen dieser haben Wissenschafter die Daten von knapp 6.000 Elternteilen analysiert. Dabei zeigte sich, dass Mütter wesentlich häufiger an Schlafmangel leiden als Frauen ohne Kinder. Bei Vätern hingegen waren die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau wie jene bei kinderlosen Männern.

Der Papa schläft gut

Kinder halten also scheinbar vor allem die Mamas auf Trab, während der Schlaf des Papas wohl ungestört bleibt. Diese Ergebnisse scheinen vor allem zum klassischen Familienbild zu passen, wonach die Kindererziehung in der Regel Frauensache ist. Jedenfalls dürfte es kaum verwundern, dass der Nachwuchs zwischendurch für unruhige Nächte sorgen kann.

Mögliche Folgen

Der Erhebung zufolge fühlen sich Mütter im Schnitt an 14 Tagen im Monat sehr müde. Für die Gesundheit ist dies natürlich wenig förderlich, da chronischer Schlafmangel mit verschiedensten psychischen wie körperlichen Folgen einhergehen kann. So steigt etwa das Risiko auf Diabetes, Übergewicht und Depressionen drastisch an. Über eine alternative Aufgabenverteilung nachzudenken könnte also ein einigen Familien durchaus Sinn machen.  

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