Trotz Kind und Karriere weniger krank

Trotz Kind und Karriere kein Krankenstand: Mann mit Kinderwagen
Berufstätige Eltern zwischen Windel wechseln und Büro sind trotz Belastung selten krank. (Ursula Deja - Fotolia.com)
Der DAK-Gesundheitsreport fand heraus, dass Mehrfachbelastungen durch Kind und Karriere nicht zu häufigeren Krankenständen führen. Allerdings vernachlässigen Menschen in solchen Phasen oft die eigene Gesundheit, was später zu Erkrankungen führen kann.

Junge Menschen, die sich in ständiger "Rushhour" befinden, sind oft erwerbstätig und wenden gleichzeitig viel Energie und Zeit für die Kindererziehung auf. Der Spagat zwischen Job und Familie galt lange als krankmachend. Der aktuelle DAK-Gesundheitsreport widerspricht dem nun. Mehrfachbelastung in jungen Jahren verursacht keine häufigeren Krankenstände durch Erkältung, Grippe und Co., sondern führt eher langfristig zur Entstehung chronischer Erkrankungen in späteren Lebensphasen. Das passiert vor allem dann, wenn in anstrengenden Zeiten die eigene Gesundheit vernachlässigt wird.

"Rushhour des Lebens" - Alles unter einem Hut

Grundlage der aktuellen Erkenntnisse sind Daten von über 3.000 Menschen aus Deutschland. Sozialwissenschafter bezeichnen die Lebensphase zwischen dem 25. und 39. Lebensjahr als "Rushhour des Lebens", weil in diesem Lebensabschnitt aus dem Familien- und Karrierebereich gleichzeitig besonders viele Anforderungen zusammenkommen. Man möchte sich in diesen Jahren selbst verwirklichen, beruflich und privat etwas auf die Beine stellen. Stress ist da oft vorprogrammiert.

Weniger Sport und Schlaf bei Mehrfachbelastung

Berufstätige Eltern neigen dazu, ihre eigene Gesundheit zu vernachlässigen. So treiben Menschen mit derartigen Lebensumständen häufig weniger Sport, haben weniger Schlaf und für sich selbst kaum Zeit. Die Studienverantwortlichen merken zwar an, dass Mehrfachbelastungen akut nicht zu häufigeren Krankheiten und somit Arbeitsausfällen führen, die häufige Vernachlässigung der eigenen Gesundheit in dieser Lebensphase allerdings die Ursache für später auftretende chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder auch Krebs sein kann.

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  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Julia Wild
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Quellen

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