gesund.at - Neuigkeiten

Schützt Kaffee vor Parkinson?

Kaffee trinken
Kaffee könnte auch vor Parkinson schützen, wie eine aktuelle Meta-Studie zeigt. (al62 - Fotolia.com)

Kaffeetrinker haben´s gut: Koffein wirkt positiv auf bestimmte Hirnareale und beeinflusst so Prozesse, die bei der Entwicklung von Parkinson eine Rolle spielen. Ein umfangreiche Studie liefert dazu erste Hinweise.

Liebhaber von Kaffee und koffeinhaltigem Tee sind weniger häufig von der heimtückischen Erkrankung des Nervensystems betroffen. "Wer  Kaffee trinkt, reduziert den vorliegenden Daten zufolge das Risiko an Parkinson zu erkranken um 31 Prozent", berichtete Studienautor Dr. Filipe Brogueira Rodrigues vom Institut für Molekularmedizin (Lissabon) auf dem derzeit stattfindenden Kongress der European Academy of Neurology in Berlin. Dabei profitieren Männer und Frauen gleichermaßen von der Wirkung des Koffeins.

Positive Effekte des Kaffees

Kaffeetrinker sind übrigens nicht nur vor Parkinson besser geschützt. Aufgrund des Koffeingenusses bekommen sie, wie andere Studien gezeigt haben, auch seltener Diabetes Typ 2, Schlaganfall, Depression, Alzheimer, Leberzirrhose oder Leberkrebs. Was diese Krankheiten verbindet, ist noch nicht ausreichend erforscht.

Allerdings sollten Anhänger der dunklen Bohnen nicht mehr als 4 Tassen Kaffee pro Tag trinken, denn das könnte die positiven Effekte wieder zunichte machen.

Quellen

  • Caffeine exposure and the risk of Parkinson’s disease: an update of a systematic review and meta-analysis of observational studies, EAN-Abstract Brogueira Rodrigues et al., Juni 2015, (23.06.2015)

Mehr zum Thema