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Was dein Foto-Filter über dich verrät

Die Verwendung eines Inkwell-Filters deutet angeblich auf Depressionen hin. (koldunova - Fotolia.com)

Der Datenschutz ist gerade bei sozialen Netzwerken immer wieder ein Thema, dabei dürften wir heikle Informationen ganz freiwillig preisgeben. Denn ein neuer Algorithmus will anhand von Fotos erkennen, wie es unserer Psyche geht.

Im Zeitalter des Internets ist Datenschutz zu einem allgegenwärtigen Thema geworden. Von sozialen Netzwerken bis hin zu der höchsten Politik wird zahlreichen Institutionen regelmäßig der Missbrauch heikler Daten vorgeworfen. Dabei muss sich aber auch jeder Privatbenutzer selber ein bisschen an der Nase fassen, schließlich bieten wir Facebook und Co. recht offen unsere Informationen an.

Beliebter Filter

Trotz alledem vermag ein Algorithmus, den zwei Forscher aus den USA entworfen haben, zu überraschen. Denn dieser erkennt ausschließlich anhand der geposteten Instagram-Bilder, ob ein Benutzer von einer Depression betroffen ist. Analysiert werden dabei die Filter, mit denen die Nutzer ihre Bilder schmücken. Bei depressiven Menschen besonders beliebt ist demnach eine Nachbearbeitung namens "Inkwell", die zu einem matten Schwarz-Weiß-Look führt.

Nützlicher Algorithmus?

Außerdem ist auffällig, dass User mit psychischen Problemen im Schnitt etwas seltener Filter verwenden. Aus diesen und ähnlichen Beobachtungen ließ sich eben eine Formel erstellen, die immerhin bei 70% der Instagram-Benutzer richtigliegen soll. Ob der Algorithmus einen medizinischen Nutzen hat, ist zwar zu hinterfragen, interessant ist er aber allemal. Wie wir unser persönliches Online-Fotoalbum gestalten, sollten wir uns in Zukunft also gut überlegen.

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