"Don’t smoke": Neue Initiative gegen Rauchen

"Don’t smoke“: Neue Initiative gegen Rauchen: Zigaretten mit Stoppschild
Die Kamapgane "Don't smoke" möchte neue Gesetze zum besseren Nichtraucherschutz. (L.Klauser - Fotolia.com)
Österreich ist ein Raucherland, jeder Dritte greift hierzulande täglich zum Glimmstängel. Die Kampagne "Don’t smoke", unterstützt von Aufdeckerjournalist Kurt Kuch, möchte Nichtraucher endlich mehr schützen und auf die Folgen des Qualmens aufmerksam machen.

In keinem europäischen Land gibt es so viele Raucher wie in Österreich, im Schnitt konsumiert jeder von ihnen 18,3 Zigaretten pro Tag. Vor allem Junge greifen verstärkt zur Zigarette, insbesondere dann, wenn auch die Eltern Raucher sind. Ziel der Kampagne "Don't smoke" ist es unter anderem, den Nichtraucherschutz in Österreich an internationale Standards anzupassen und generell die Gefahren des Rauchens vor Augen zu führen. Unterstützt wird die Initiative von dem bekannten Journalisten Kurt Kuch, der an Lungenkrebs erkrankt ist und nun andere zum Rauch-Stopp bewegen will.

Jede Stunde stirbt ein Mensch an Zigaretten

Die "Don't smoke"-Kampagne führt eine Reihe von aussagekräftigen Argumenten an, die veranschaulichen, wie dringend eine Veränderung in den Gesetzen notwendig sind:

  • Jede Stunde stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Rauchens
  • Jede 8. Stunde stirbt in Österreich ein Nichtraucher an den Folgen von Passivrauchen.
  • Rauchen verursacht 15 verschiedene Krebsarten.
  • Rauchen ist für Herz-, Lungen-, Gefäß- und Gehirnerkrankungen verantwortlich.
  • Kinder sind durch Zigarettenrauch besonders gefährdet: Erkrankungen wie plötzlicher Kindstod, Asthma, Allergien, Lungen- und Hirnhautentzündungen treten vermehrt auf.

Besserer Nichtraucherschutz ist das Ziel

Mit "Don't smoke" möchte die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (OeGHO) folgende weitreichende Ziele durchzusetzen:

  • Umfassenden Nichtraucherschutz: durch ein Rauchverbot in allen Innenräumen, die auch von Nichtrauchern genutzt werden
  • Besseren Jugendschutz: durch Erhöhung der Altersgrenze auf 18 Jahre für Kauf und Konsum von Zigaretten und Tabakwaren; bestimmte Vorsorgeprogramme speziell für Jugendliche
  • Besserer Raucherschutz: durch Erhöhung der Tabaksteuer mit Finanzierung von Information und Beratung
  • Unterstützung der Betriebe: die von den umfassenden Nichtraucher- und Raucherschutzmaßnahmen betroffen sind
  • Aufholung des internationalen Standards für Österreich: durch Umsetzung des bereits 2005 unterzeichneten WHO-Rahmenübereinkommens zur Tabakkontrolle

"Don't smoke" hat eine Online-Petition ins Leben gerufen, jeder kann sich eintragen und das Projekt unterstützen. In einem Video für die Kampagne ruft Kurt Kuch zum Rauch-Stopp auf und gibt zu: "Zu Rauchen war die schlechteste Entscheidung meines Lebens."

Weiterführende Informationen

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema