Beziehungskiller Impotenz - was Sie dagegen tun können

Wenn es im Bett nicht so recht klappt, kann die ganze Beziehung darunter leiden. (vgstudio - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Impotenz

Impotenz ist für beide Partner kein angenehmes Thema und sowohl eine psychische, als auch physische Belastung. Welche Probleme können dadurch entstehen und wie gehen Sie am besten damit um? 

Es gibt kaum ein unangenehmeres Thema für den Mann, als ein Problem im Bett, das auf seine „Männlichkeit“ zurückzuführen ist. Experten gehen davon aus, dass jeder zweite Mann an Impotenz, auch erektile Dysfunktion genannt, leidet.

Wann spricht man von Impotenz?

Was ist Impotenz eigentlich genau? Zu Beginn bietet sich eine genauere Definition des Begriffs an. Aus medizinischer Sicht spricht man von Impotenz, wenn innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten, mehr als 70 Prozent der Versuche sexuell aktiv zu werden scheitern.

Welche Probleme kann Impotenz in einer Beziehung verursachen?

Impotenz ist meistens nicht nur eine psychische Belastung für den Mann selbst, sondern auch für seine Partnerin. Beide Seiten können unterschiedlich damit umgehen.

Wie Männer mit Ihrer Impotenz umgehen

Impotenz ist für den Mann ein Thema, dass verständlicherweise an seinem Selbstbewusstsein nagt. Einige Männer leiden daher eher still und thematisieren das Problem einfach nicht. Andere Männer versuchen Ihre Verunsicherung zu überspielen. Unter diesem Verhalten leidet die Kommunikation in der Partnerschaft, was dazu führen kann, dass die Beziehung abkühlt. 

Wie Frauen mit dem Potenzproblem ihres Partners umgehen

Frauen gehen ganz unterschiedlich mit den Potenzproblemen ihres Partners um. Viele Frauen erscheinen ratlos, wenn sie merken, dass ihr Mann nicht die Leistung erbringen kann, die er sich vorstellt und folglich unzufrieden ist. Einige suchen die Gründe bei sich selbst und beginnen an Ihrer Schönheit, Ausstrahlung oder Attraktivität zu zweifeln. In der Regel verstehen Frauen, dass die Impotenz ihres Partners ein sensibles Thema ist und dass das Ausüben von Druck auf ihn die Situation nicht verbessert, sondern das Gegenteil bewirken kann.  

Was zu Beginn möglicherweise kein großes Problem für die Frau darstellt, da Sie auch mit zärtlichen Berührungen und kuscheln die Nähe zu ihrem Partner spüren kann, wird über einen längeren Zeitraum möglicherweise dann doch zu einem größeren Problem. Ist der Mann so unzufrieden mit sich selbst, dass er jegliche körperliche Nähe zu der Frau vermeidet, wird auch sie irgendwann frustriert werden. Verbessert sich die Lage über Jahre nicht, sind Unzufriedenheit und Streit in der Beziehung vorprogrammiert.

Die Folgen für die Beziehung

Wie bereits geschildert suchen Frauen den Grund der Impotenz ihres Partners oft bei sich selbst und in ihrer Attraktivität. Das daraus resultierende Verhalten der Frau kann wiederum zu einem Teufelskreis führen, da der Mann die Reaktion seiner Partnerin wahrnimmt und somit noch mehr Druck auf sich selbst ausübt. Der emotionale Stress, die Partnerin zu kränken oder sogar zu verlieren, führt dazu, dass die Anspannung noch viel größer wird.

Was können beide Partner dagegen tun?

Rolle der Frau

An erster Stelle steht für die Frau, zu verstehen, dass der Mann durch das Erektionsproblem auch eine Verringerung seines Selbstbewusstseins erfährt. Die Potenz ist für viele Männer der springende Punkt ihrer Männlichkeit. Wenn sie das Gefühl haben, ihre Frau nicht befriedigen zu können, denken viele Männer daher automatisch, dass ihre Partnerin sich zu anderen Männern hingezogen fühlt, um Befriedigung zu erfahren. Es liegt also an der Frau, ihrem Partner zu vermitteln, dass sie ihn trotzdem noch liebt und sich nicht anderweitig orientieren wird. Sie sollte ihn davon überzeugen, dass es für sie auch andere Möglichkeiten gibt, mit ihm ihre Sexualität auszuleben, denn schließlich bedeutet eine fehlende Erektion nicht, dass jegliche sexuelle Aktivität auf Eis gelegt werden muss.

Wenn die Frau rücksichtsvoll und liebevoll mit ihrem Partner umgeht, können sich kurzfristige Verspannungen und Stress von allein in Luft auflösen. Wenn es sich um länger anhaltende Schwierigkeiten handelt, kann sie emotionale Unterstützung leisten und sich gemeinsam mit ihrem Partner über Behandlungsmöglichkeiten informieren. In einigen Fällen kann ein jahrelanges Leben ohne Intimität bei ihr den Wunsch einer ausgefüllten Sexualität mit einem anderen Mann wecken. Auch hier steht die Kommunikation im Mittelpunkt. Manche Paare kommen durchaus damit zurecht, wenn der Partner andere Sexualpartner hat, sobald klar ist, dass es sich ausschließlich um diese Intimität, und nicht mehr, handelt. Es kann sogar sein, dass sich auch der eigene Mann dadurch mehr entspannen kann, wenn er weiß, dass es seiner Frau gut geht. 

Rolle des Mannes

Der Mann hat viele Möglichkeiten seine Impotenz zu behandeln. Sie können zum Beispiel darüber nachdenken, ob sie mit Potenzmitteln Ihre Potenz steigern sollten. Auch wenn diese teilweise noch ein Tabuthema sind, wird Ihre Partnerin Sie verstehen und eventuell auch ermutigen. Es ist keine Scham mit der Partnerin offen über ihr Problem zu sprechen. Sie werden Ihrer Frau ein besseres Gefühl geben, wenn sie weiß, dass ihr Potenzproblem auf Stress oder andere Gegebenheiten zurückzuführen ist und nicht auf ihre Weiblichkeit.

Ziehen Sie sich bloß nicht zurück, sondern geben sie ihr die Intimität und Aufmerksamkeit, die sie sich wünscht. Informieren Sie sich über Möglichkeiten, wie Sie sie anderweitig verwöhnen können und sie werden merken, dass sie Sie nicht unter Druck setzt und auch Sie sich freier fühlen. Eine gute Partnerschaft besteht aus mehreren Elementen, nicht nur aus der sexuellen Komponente, sondern aus Liebe, geistiger Verbundenheit und gemeinsamen Aktivitäten – versuchen Sie also diese auszubauen.

 

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