Impfen durch eincremen

Impfen durch eincremen: Frau cremt Handrücken ein.
Impfung ohne Stich: Bald könnten Impfungen mit Hautcremen möglich sein. (Dan Race - Fotolia.com)
Fürchten Sie sich auch vor Nadeln und Spritzen? Impfstoffe werden herkömmlich mit Nadeln in den Körper eingebracht. An einer alternativen Methode ohne Pieks wird jetzt von Forschern aus Deutschland gearbeitet: Impfstoffe zum eincremen.

Die Wirkstoffe könnten von der Haut in den Körper aufgenommen werden, Nanopartikel in der Creme würden dafür als Trägerstoff dienen. Die Partikel lagern sich in Hautfalten und Haarwurzeln ab, von wo aus die Impfstoffe in den Körper aufgenommen werden. Der große Vorteil: Die Haut würde bei der Impfung nicht verletzt werden.

Impfstoff wird verstärkt

Die Impfstoffmenge sei in bisherigen Versuchen noch zu gering, um eine Immunantwort auszulösen, berichten die Forscher. Daher reichern sie den Impfstoff mit verstärkenden Substanzen an, um eine Reaktion im Körper auszulösen.

Vor allem in Entwicklungsländern sehen die Forscher einen Vorteil im Auftragen der Creme, denn dort fehle häufig geschultes Personal für die richtige Anwendung der Spritzen. Zudem könnte eine Hautcreme mit Impfstoffen billiger hergestellt werden als Nadel und Spritze.

Die Forscher des Helmholz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und des Helmholz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Nanomedicine" veröffentlicht.

Quellen

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