"Ice Bucket Challenge": Eisdusche für den guten Zweck

Ice Bucket Challenge: Armin Wolf leert sich einen Kübel mit kaltem Wasser über den Kopf und ist dabei angezogen.
Prominente wie Armin Wolf helfen, die Aufmerksamkeit gegenüber ALS zu steigern. (Screenshot Vimeo)
Nach "Get your Belly out" macht nun eine weitere sinnvolle Social-Media-Kampagne die Runde. Die Rede ist von der "Ice Bucket Challenge". Prominente nominieren sich gegenseitig für eine kalte Wasserdusche oder/und zahlen 100 Dollar an die ALS-Stiftung.

ALS steht für Amyotrophe Lateralsklerose und ist bis heute trotz intensiver Forschung unheilbar. Mit dem Ziel, die Forschung voranzutreiben, aber auch Betroffenen möglichst gute Therapien anbieten zu können, wurde die "Ice Bucket Challenge" ins Leben gerufen. Die dabei entstandenen Videos machen im Internet die Runde, was für eine gestiegene Aufmerksamkeit gegenüber der Erkrankung sorgt. Die Eingabe des Begriffs "Ice Bucket Challenge" auf Youtube ergab heute Morgen bereits 538.000 Ergebnisse.

Nicht nur Armin Wolf ist mit an Bord der "Ice Bucket Challenge"

Ein Grund für diese rasante Verbreitung des Phänomens ist der Umstand, dass sich viele Prominente an der Aktion beteiligen. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Christiano Ronaldo sind nur einige davon. Natürlich haben sich auch schon einige Österreicher an der doch eher ungewöhnlichen Charity-Veranstaltung beteiligt. Anchorman Armin Wolf und ÖBB-Chef Christian Kern haben sich z.B. bereit erklärt, sich vor laufender Kamera mit kaltem Wasser zu übergießen und im Anschluss weitere Persönlichkeiten zu nominieren. Die Regeln: Wer der Aufforderung binnen 24 Stunden nicht nachkommt, wird verpflichtet, 100 Euro an die ALS-Association zu zahlen. Viele tun aber beides und sorgen damit einerseits für nötige Spenden und andererseits für höhere Aufmerksamkeit. Hier der Beitrag von Armin Wolf:

ALS Ice Bucket Challenge - Armin Wolf - 17. 8. 2014 from Armin Wolf on Vimeo.

Die Aktion brachte binnen rund 2 Wochen 11,7 Millionen Dollar an Spendengeldern. Zum Vergleich: Das ist in etwa das 7-fache aller ALS-Spenden des gesamten letzten Jahres.

"Ice Bucket Challenge" sagt seltener Nervenkrankheit den Kampf an

ALS ist eine seltene Nervenkrankheit von der weltweit rund 150.000 Menschen betroffen sind. Im Krankheitsverlauf kommt es - ähnliche wie bei Multiple Sklerose - zur Schädigung von Nervenzellen die für Muskelbewegungen verantwortlich sind. Die Folgen sind:

  • Muskelschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschwund
  • Spastik
  • Emotionale Labilität (Schwere Krankheitsverläufe können Depressionen hervorrufen)

Diese Erkrankung gilt bis heute als unheilbar und auch hinsichtlich der Krankheitsursache(n) weiß die Wissenschaft noch keine Antwort. Spenden können jedoch helfen die ALS-Forschung voranzutreiben und Therapieprogramme zu optimieren.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema