Globuli gegen psychische Probleme

Globuli gegen psychische Probleme: Fläschchen mit Globoli-Kügelchen
Homöopathie wirkt nicht nur gegen Verstauchung oder Erkältung, sondern kann auch psychische Beschwerden lindern. (Bjoern Wylezich - Fotolia.com)
Nicht nur eine Verstauchung oder eine Erkältung kann homöopathisch behandelt werden. Unter entsprechender ärztlicher Aufsicht werden auch psychische Probleme mit Globuli therapiert.

"Homöopathische Medikamente wirken!" - da sind sich die Referenten beim Pressefrühstück der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathie und der 'Initiative Homöopathie hilft!' einig. Dr. Erfried Pichler, Allgemeinmediziner und Homöopath, erklärt außerdem bei welchen psychischen Erkrankungen eine homöopathische Therapie unterstützend sein kann. Aber welcher der über 2.000 verschiedenen homöopathischen Wirkstoffe für die individuellen Probleme des Patienten der richtige ist, kann nur ein ausgebildeter Spezialist entscheiden.

Individualität der Homöopathie

"Seelische Beschwerden sind heute weit verbreitet. Mit Homöopathie können wir schnell und tiefgreifend helfen", erklärt Dr. Erfried Pichler. Jeder Mensch reagiert auf schwierige und traumatische Situationen anders und verarbeitet sie anders. Einer kann gut mit einer Situation umgehen, auf die ein anderer mit Angst, Schock, Rückzug oder einer Depression reagiert.

"Genau diese individuelle Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis wie einen Autounfall, den Verlust eines geliebten Menschen oder eine Scheidung, entscheidet dann, welches homöopathische Mittel zur Therapie geeignet ist", so Dr. Pichler. Zu Beginn einer homöopathischen Therapie steht ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. In diesem Gespräch werden die genauen Symptome geklärt und eine Behandlungsstrategie entwickelt.

Sind Menschen seelisch traumatisiert, so kommen verstärkt 3 Medikamente zum Einsatz: "Blauer Eisenhut, Calcium und Opium wirken bei akuten Belastungsreaktionen, wenn sie nach individuellen Gesichtspunkten eingesetzt werden deutlich", so Dr. Pichler.

Bei Angst und Panikattacken beispielsweise können mit Eisenhut (Aconitum napellus) gute Wirkungen erzielt werden. Opium crudum hingegen eignet sich bei Schockzuständen, Reaktionsstarre oder Untätigkeit. Eine homöopathische Behandlung in Kombination mit einer Psychotherapie kann auch den Einsatz von Psychopharmaka ersetzen. Der Vorteil ist, dass homöopathische Medikamente kaum Nebenwirkungen haben.

Ärztliche Begleitung einer homöopathischen Therapie

Die Homöopathie versucht den Menschen ganzheitlich zu sehen. "Homöopathische Mittel wirken rasch. Der wesentliche Unterschied zu schulmedizinischen Therapien ist aber auch, dass kaum Nebenwirkungen auftreten, sie in jedem Alter verabreicht werden können und auch vergleichsweise kostengünstig sind", erläutert Dr. Pichler die Vorteile homöopathischer Behandlung.

Eine homöopathische Behandlung sollte immer unter fachärztlicher Aufsicht erfolgen, denn nur ein ausgebildeter Homöopath weiß, welches Mittel bei welchen Symptomen zielführend ist. Nur ein Spezialist weiß, welches der über 2000 homöopathischen Medikamente für den einzelnen Patienten das richtige ist.

So gibt es Allgemeinmediziner, aber auch Psychiater die das ÖAK Diplom Homöopathie erworben haben. Eine ideale homöopathische Therapie, die von einem Mediziner überwacht wird kann so sichergestellt werden.

Weiterführende Informationen

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Pressefrühstück „Schmerzfrei & beweglich – Schmerzen homöopathisch behandeln“ am 08.04.2014 in Wien
  • Homöopathie bei psychischen Erkrankungen, Claudia de Laporte, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2006