Hörimplantate: Wege aus der Schwerhörigkeit

Aus einem Ohr kommen Buchstaben heraus.
Endlich wieder Hören können! Mit einem Hörimplantat steigt auch die Lebensqualität wieder. (pathdoc - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Schwerhörigkeit

Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, stellen moderne Hörimplantate eine Lösung für viele Formen von Schwerhörigkeit dar.

Unter Schwerhörigkeit leiden Menschen jeden Alters – die Ursachen sind vielfältig und betreffen ganz verschiedene Bereiche des Ohrs. Oft sind Beeinträchtigungen wie ein partieller oder sogar völliger Hörverlust dauerhaft und schränken die Lebensqualität maßgeblich ein. Wenn Hörgeräte keine Verbesserung bewirken, sind Implantate in der Lage, den Hörsinn wieder herzustellen. Sie werden bei einem chirurgischen Eingriff unmittelbar unter der Haut hinter dem Ohr platziert und wirken den häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit entgegen. 

Bei Hörimplantaten gibt es vier Kategorien:

Das Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmen MED-EL deckt mit seinen Implantaten jeden dieser Bereiche ab. Gut zu wissen: 

Cochleaimplantate (CIs)

Cochleaimplantate (CIs) wie das SYNCHRONY Implantat System ersetzen die nicht funktionsfähigen Teile des Innenohrs und stimulieren die Nervenfasern in der Hörschnecke, der sogenannten Cochlea, direkt durch elektrische Impulse.

Ein Cochleaimplantat besteht aus zwei Teilen

  • dem externen Audioprozessor, der hinter dem Ohr oder sogar frei vom Ohr getragen wird, und
  • dem internen Implantat unter der Haut.

Der Audioprozessor wandelt akustische Reize um und gibt sie an das Implantat weiter – so hilft ein Cochleaimplantat Menschen mit schwerer bis hochgradiger Schallempfindungsschwerhörigkeit, wieder hören zu können.

 Medel: Cochleaimplantate

Mittelohrimplantate 

Mittelohrimplantate wie die VIBRANT SOUNDBRIDGE werden sowohl bei Innenohrschwerhörigkeit, als auch bei Schallleitungs- oder kombiniertem Hörverlust eingesetzt. Im Unterschied zu einem Hörgerät, das Schallsignale lediglich lauter macht, wandelt die SOUNDBRIDGE die Schallsignale aus der Umgebung in mechanische Schwingungen um. Diese mechanische Energie stimuliert direkt die Strukturen des Mittelohrs, wodurch auch hohe Töne außergewöhnlich gut wahrgenommen werden können. Die VIBRANT SOUNDBRIDGE stellt eine Lösung für Patienten dar, bei denen konventionelle Hörgeräte aus medizinischen Gründen nicht verwendet werden können oder zu keiner Verbesserung des Hörvermögens beitragen. Dies ist häufig der Fall bei einem bleibenden Hörverlust nach Mittelohroperationen oder wenn Hörgeräte aufgrund einer chronischen Gehörgangsentzündung nicht getragen werden können.

Medel: Mittelohrimplantate

Knochenleitungsimplantate 

Das weltweit erste aktive Knochenleitungsimplantat-System BONEBRIDGE ist für Personen geeignet, bei denen der Schall nicht den natürlichen Weg über das Außen- und das Mittelohr zum Innenohr nehmen kann. Das Implantat ist im Knochen (Felsenbein) verankert und wandelt die empfangenen Signale in mechanische Schwingungen um, die an den umgebenden Knochen weitergeleitet werden. Der Knochen leitet diese Schwingungen an das Innenohr weiter, wo sie ähnlich dem Vorgang des natürlichen Hörens als Impulse an den Hörnerv weitergegeben werden.

Medel: Knochenleitungsimplantat-System

Elektrisch-akustische Stimulationssysteme

Bei einer partiellen Schwerhörigkeit kommt eine Kombination aus elektrischer und akustischer Stimulation (EAS) zum Einsatz. Systeme wie der SONNET EAS Audioprozessor verbinden zwei Technologien miteinander: ein Cochlea-Implantat zum Hören der hochfrequenten Töne und ein Gerät zur akustischen Stimulation der tiefen Frequenzen. Im Zusammenspiel können diese beiden Technologien das gesamte Hörspektrum abdecken – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.

Medel: EAS

Krankenkassen übernehmen die Kosten 

Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Hörimplantat und die Operation. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und wird bei Patienten jeden Alters durchgeführt. Ein Hörimplantat ermöglicht auch bei älteren Erwachsenen bessere Kommunikation, mehr Unabhängigkeit und stärkeres Selbstvertrauen. Grundsätzlich gilt: Je früher altersbedingter Hörverlust behandelt wird, desto höher ist die Lebensqualität auch in hohem Alter.

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