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Movember: "Grapschen" für den guten Zweck

Movember: "Grapschen" für den guten Zweck
Für jedes untersuchte "Hodenpaar" spendete das Team von "Simple Pickup" 100 US-Dollar an die Movember-Kampagne. (Screenshot Youtube)

Eine als aufreizende Krankenschwester verkleidete Frau fragt Männer auf offener Straße, ob sie ihre Hoden untersuchen darf. Ein Witz? Nein, ein Charity-Projekt, um auf Hodenkrebs aufmerksam zu machen.

Noch ist November und damit "Movember", Aktionsmonat und Kampagne zum Thema Männergesundheit. Männer gelten als Vorsorgemuffel, Prostatakrebs und Hodenkrebs können durch Vorsorge vermieden werden. An Hodenkrebs erkrankten im Jahr 2011 349 Männer in Österreich. Mit einer unkomplizierten Selbstuntersuchung der Hoden können Tumoren in Frühstadien leicht entdeckt werden. Darauf möchte die Filmcrew von "Simple Pickup" mit ihrem YouTube-Video aufmerksam machen. Tatsächlich ließen sich einige männliche Passanten von der hübschen Schauspielerin an ihre Kronjuwelen fassen…

"Darf ich Ihre Hoden abtasten?"

Mit lila Latexhandschuhen bewaffnet fragte die junge hübsche Krankenschwester gemeinsam mit ihrem Kollegen vorbeigehende Männer, ob sie sich gratis die Hoden untersuchen lassen möchten. Die meisten hielten das für einen Scherz, gingen schnell weiter oder winkten lachend ab.

Ein beherzter Griff in die Hose

Aber tatsächlich: Einige angesprochene Männer nahmen das Angebot an und ließen sich von der vermeintlichen Schwester die Hoden abtasten, und zwar mitten auf der Straße. Für jedes untersuchte "Hodenpaar" spendete das Team von "Simple Pickup" 100 US-Dollar an die Movember-Kampagne.

Außerdem gehen pro 100.000 Clicks auf das YouTube-Video zu der Aktion weitere 100 US-Dollar an das Charity-Projekt:

Aufklärung inklusive

"Ich glaube, so eine Untersuchung ist bei mir nicht nötig, ich bin doch erst 40", entgegnet ein Mann dem Schauspielerteam. Diese klären auf: "Genau jetzt sollten Sie sich selbst untersuchen bzw. untersuchen lassen!" Denn Hodenkrebs tritt vorwiegend bei Männern zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr auf.

Die Aktion sensibilisiert auf eine Erkrankung, über die wenig gesprochen wird, weil sie gerade für Männer einen "peinlichen" Charakter hat. Deswegen scheuen sich auch viele beim Ertasten eines Knotens einen Arzt aufzusuchen. Die Projekte im Zeichen der Movember-Kampagne gehen offen mit Krankheiten wie Prostatakrebs oder Hodenkrebs um und wollen Männer dazu anregen, regelmäßiger zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.

Weiterführende Informationen

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

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