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Französin von HIV geheilt?

Französin von HIV geheilt? Eine Frau hält eine Aids-Schleife in ihrer rechten Hand
Eine neue Studie gibt HIV-Infizierten neue Hoffnung. (VadimGuzhva - Fotolia.com)

Eine überraschende Entwicklung hat es in Frankreich gegeben. Dort zeigt eine junge Frau trotz ausgesetzter Behandlung keine Symptome ihrer HIV-Infektion mehr.

Organisationen wie der Life Ball und die Etablierung des Wortes "soziales AIDS" haben einiges getan, um die Stigmatisierung von HIV-Infizierten zu verringern. Bei entsprechenden Veranstaltungen werden hohe Summen gesammelt, die die Forschung antreiben sollen. Die Investitionen dürften sich gelohnt haben. Zuletzt wurde bekannt, dass die Verbreitung des Virus klar gebremst werden konnte, nun sorgt eine vermeintliche Heilung für Aufsehen.

Symptome bleiben aus

Bei einem Kongress der International AIDS Society in Kanada wurde eine Studie mit einem erstaunlichen Ergebnis vorgelegt. Es wird beschrieben, dass eine 18jährige Französin zwölf Jahre nach Ende ihrer HIV-Behandlung keine Symptome mehr aufweist. Als das Mädchen sechs war, entschieden ihre Eltern, die Behandlung einzustellen. Zwölf Monate später hätte es keine nachweisbare Virenlast gegeben, seit damals gebe es keine Veränderungen zu verzeichnen.

Doch keine Heilung?

Die Forscher warnten davor, die Ergebnisse falsch zu interpretieren. Von einer Heilung könne trotz allem keine Rede sein, auch sei es prinzipiell nicht empfehlenswert, die Behandlung einzustellen. Allerdings würde die Studie die Essenz einer frühzeitigen Therapie belegen. In weiterer Folge wird auch klar wie wichtig es ist, die Infektion anhand eines HIV-Tests möglichst schnell zu erkennen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Herbert Hauser
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Quellen

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